Wien

Wiener Welterbe-Aktionismus in der Causa Heumarkt

Landtagspräsident Ernst Woller soll im Auftrag von Bürgermeister Ludwig das Weltkulturerbe für Wien retten.
Landtagspräsident Ernst Woller soll im Auftrag von Bürgermeister Ludwig das Weltkulturerbe für Wien retten.(c) Clemens Fabry

In Bahrain tagt die Unesco, sie hat die Causa Heumarkt plötzlich von der Tagesordnung genommen. Landtagspräsident Woller will die Welterbezone nun „begradigen“.

Wenn eine internationale Kulturmetropole auf die Rote Liste der Unesco gesetzt wird, also die Aberkennung des prestigeträchtigen Prädikats Weltkulturerbe droht, erreicht das die Dimension einer internationalen Blamage. Vor dieser Situation steht Wien, das sich ab Sonntag, in Bahrain diesem Thema stellt – beginnt in dem arabischen Königreich doch die internationale Jahrestagung des Welterbekomitees der Unesco.

Laut Woller gab es Vertrauensverluste, weil Wien bei der heiklen Causa in der Vergangenheit nur Beamte zur Unesco geschickt hat – im Gegensatz zu anderen Ländern, die durch Ministerpräsidenten vertreten waren. „Das hat Irritationen ausgelöst“, so Woller. Auch, weil bei Unesco-Sitzungen die nicht amtsführende FPÖ-Stadträtin Ursula Stenzel auftrat, sich als Mitglied der Stadtregierung vorgestellt hat und (zur Verblüffung der Unesco) eine flammende Rede zur Aberkennung des Wiener Welterbes hielt – weil die Stadtregierung es laut Stenzel nicht schützt.

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