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Anleitung zum Börsehandel: Gier frisst Hirn- Börsennationalismus aber auch

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(c) imago/Ikon Images (Gary Waters)
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Börsespiel 2018 Zum Abschluss der Kolumnenreihe und zum Beginn des Börsenspiels am Montag noch schnell vier Tipps.

So ganz kann man es noch nicht sagen, wie es an der wirklichen Börse in den kommenden Monaten weitergeht. Eine Jahresendrallye ist durchaus nicht ausgeschlossen. Temporär starke Rüttler wie am heutigen Freitag infolge der Einigung der italienischen Regierung, im kommenden Jahr deutlich mehr Schulden zu machen, natürlich auch nicht. Da muss man als Anleger durch, denn Börse ist keine Einbahnstraße, wie es in den vergangenen paar Jahren des kontinuierlichen Aufschwungs den Anschein hatte. Und mit den nötigen Grundregeln im Gepäck ist es auch möglich.

Ein ganzes Tipplexikon können und wollen wir zum Abschluss unserer Kolumnenreihe und zum Beginn des Börsenspiels am Montag, dem 1. Oktober, nicht nachlegen. Aber wir wollen zusätzlich zu unseren bisherigen Empfehlungen wenigstens noch vier Hinweise anbringen, die wir für grundlegend halten.



1.) Gier frisst Hirn. Und Gier frisst auch Geld. Niemand kann ständig die höchste Rendite erreichen. Dafür wird der, der das partout will, viele Fehler machen und Warnsignale übersehen, weil Gier halt auch blind macht.

2.) Verluste sollten begrenzt werden. Kursdellen sind an der Börse nichts Außergewöhnliches, Panikverkäufe daher alles andere als angebracht. Wo sich aber abzeichnet und bestätigt, dass eine Aktie nur noch in den Keller saust, muss auch einmal die Notbremse gezogen werden. Das kann schmerzlich sein, zumal man sich ja eigene Fehler nicht gern eingesteht. Aber wie heißt es so schön: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

3.) Gewinne soll man laufen lassen. Das ist gar nicht so einfach, wie es klingt, denn Anleger holen sich gern schnell Gewinne heraus, weil sie nun einmal lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach haben. So verzichten sie aber auf die höheren Gewinne, die eine solche Aktie noch als Potenzial in sich hat. Hilfreich kann sein, bei aufgelaufenen Gewinnen, den Stopp-Kurs in einem vernünftigen Ausmaß nachzuziehen, um sich so auch selbst zu beruhigen.

4.) Seien Sie als Anleger meinetwegen Patriot, aber kein blinder Nationalist! Wenn sich ein Österreicher zu sehr auf österreichische Aktien fixiert, ein Deutscher zu sehr auf deutsche und ein Inder zu sehr auf indische, begibt er sich der Möglichkeit, an zeitweise besser performenden anderen Märkten zu verdienen. Also Weitblick!

Im Übrigen viel Glück beim Börsenspiel! Nein, besser: Viel Geschick!

Email: eduard.steiner@diepresse,com

Börsespiel 2018

Die Presse" startet gemeinsam mit der Direktbank "Dadat" am 1. Oktober ein Börsespiel. Ab sofort kann man sich registrieren.
Als Hauptpreis winkt ein Auto.

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