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Reaktionen: Russland befürchtet Aufflammen von Handelsstreit

Treffen zweier Premierminister in China: Dmitri Medwedew (li, Russland) bei Li Keqiang (re., China).
Treffen zweier Premierminister in China: Dmitri Medwedew (li, Russland) bei Li Keqiang (re., China).APA/AFP/POOL/THOMAS PETER
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Der russische Premier Medwedew befürchtet härtere Sanktionen wegen des innenpolitischen Streits der USA. Europaparlamentariere Weber (CSU) hofft auf eine "balanciertere" zweite Amtszeit-Hälfte von Trump.

In den Spannungen mit den USA erwartet Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew weitere amerikanische Sanktionen gegen sein Land. Mit Blick auf die Auseinandersetzungen in den USA um US-Präsident Donald Trump sagte Medwedew nach Gesprächen mit seinem chinesischen Amtskollegen Li Keqiang am Mittwoch in Peking: "Es scheint, dass je heftiger der politische Kampf aufflammt, desto wütender werden Sanktionen gegen die verschiedenen, gleichzeitig souveränen Mitglieder der internationalen Gemeinschaft."

Mit solchen Maßnahmen gegen andere Länder versuchten die USA, innenpolitische Probleme zu lösen, sagte Medwedew nach russischen Medienberichten. Neben den Sanktionen gegen Russland und den Iran bezog sich Medwedew auch auf die Strafzölle, die Trump in seinem Handelskrieg gegen China und auch gegen die Europäische Union verhängt hat. "Das ist ziemlich schlimm, weil es die internationale Ordnung untergräbt", sagte Medwedew.

CSU-Weber: "Gemischtes Signal"

Der Fraktionschef der konservativen EVP im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), sieht in den US-Kongresswahlen ein "gemischtes Signal". Die Gesetzgebung werde für US-Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtshalbzeit "schwieriger und damit auch balancierter", sagte er dem Bayerischen Rundfunk am Mittwoch.

"Die beiden Lager müssen sich einen, sie müssen zusammenfinden. Das ist vielleicht die gute Botschaft des Tages." Weber forderte die EU-Staaten zu Selbstbewusstsein und Einigkeit auf. "Es liegt an uns, ob die Welt von morgen eher europäisch ist oder ob sie eher chinesisch oder amerikanisch ist", sagte er. Europa sei wirtschaftlich und politisch "eigentlich stärker und wirkmächtiger als die Vereinigten Staaten von Amerika". Dafür müsse Europa geeint sein.

(APA/dpa/AFP)