Kordikonomy

Die Nationalbank wird zur FPÖ-Bastion

Gang in der Nationalbank
In der Österreichischen Nationalbank: Hier winkt der FPÖ bald eine satte Mehrheit.Die Presse/Fabry

Mit dem Wechsel von Gottfried Haber in das Notenbank-Direktorium haben die Blauen im OeNB-Generalrat die Mehrheit. Und Chef der Nationalbank wird ebenfalls ein FPÖ-Naher.

Es ist eigentlich keine große Sache: Am 11. Juli wird der niederösterreichische Universitätsprofessor Gottfried Haber Vizegouverneur der Nationalbank. So weit, so bekannt, so unspektakulär. Und doch ist es eine große Sache. Die kleine, aber feine Rochade löst nämlich eine Art Dominoeffekt aus: Durch das Avancement Habers werden andernorts Posten frei, die die amtierende Übergangsregierung nicht nachbesetzen kann. Betroffen ist der Fiskalrat, der ein kontrollierendes Auge auf die Staatsschulden wirft – und in wenigen Monaten nicht nur mit dem Abgang seines Chefs, Gottfried Haber, sondern mit einem Aderlass an Experten zu kämpfen haben wird. Vor einem besonders gravierenden Problem steht die Nationalbank. Der FPÖ winkt dort eine satte Mehrheit.