Innovation

Holzhochhaus in der Wiener Seestadt Aspern fast fertig

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84 Meter Höhe misst das Holzhochhaus in der Seestadt, das nun kurz vor der Fertigstellung steht. Die ersten Gewerbeflächen werden im Herbst bezogen.

Der Spatenstich für das "Hoho"-Bauwerk fand im Herbst 2016 statt - Jetzt geht der 84 Meter hohe Holz-Wolkenkratzer in der Wiener Seestadt Aspern ins Baufinale. Die Außenhülle sei bereits fertiggestellt, sagte eine Projektsprecherin auf APA-Anfrage, im Herbst sollen die ersten gewerblichen Mieter einziehen. Das Gebäude wird Büroflächen ebenso beherbergen wie ein Hotel, Serviced Apartments, ein Restaurant sowie Fitness- und Beautybereiche.

"Die Hülle ist dicht, die Gerüste wurden bereits abgebaut", berichtete eine Sprecherin der Kerbler Holding GmbH des Investors Günter Kerbler. Nun seien die Innenarbeiten im Gange. Das betreffe die Haustechnik und auch den Ausbau der Räumlichkeiten, wobei man hier in Absprache mit den künftigen Mietern vorgehe.

Zweithöchstes Holzhaus der Welt

Die Kerbler Holding investiert rund 65 Millionen Euro in das Gebäude. Für die gesamte Konstruktion werden laut Projekt-Website 4350 Kubikmeter Holz verbaut. Gegenüber einer Ausführung in Stahlbeton würden 2800 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Das entspreche in etwa 20 Millionen Pkw-Kilometer.

Der "Hoho" genannte Holzriese mit 24 Geschoßen, in dem auch Betonelemente verbaut sind, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur U2-Station Seestadt und galt mit seinen 84 Metern vormals das welthöchste Holzhaus der Welt. Diesen Titel habe man inzwischen an ein Vorhaben in der Nähe von Oslo abgeben müssen, das 85,5 Meter messen wird, räumte die Sprecherin ein.

 

Mit 84 Metern Höhe ist "Hoho" das zweithöchste Holzhaus der Welt
Mit 84 Metern Höhe ist "Hoho" das zweithöchste Holzhaus der Welt(c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)

Insgesamt stehen 19.500 Quadratmeter an vermietbarer Fläche zur Verfügung. Wobei hier auch der sechsgeschoßige Anbau zum eigentlichen "Tower" inkludiert ist. Mehr als ein Drittel, nämlich 7500 Quadratmeter, ist für ein Hotel mit 121 Zimmern und 24 angeschlossenen Wohnungen, bei denen man die Hotelservices mitbenutzen kann, sowie ein Restaurant reserviert. Mit dem potenziellen Betreiber befinde man sich im Verhandlungsendspurt, sagte die Sprecherin. Sobald der Deal unter Dach und Fach ist, halte man bei einer Vermietungsquote von rund 70 Prozent.

Fitnesscenter, Büros und Beautybereiche

Fix vergeben sind bereits die Erdgeschosszonen, wo die ersten Mieter im Herbst einziehen werden. Auch für das Fitnesscenter im ersten und zweiten Geschoß hat man schon einen Interessenten gefunden, die Eröffnung ist im Jänner geplant. Zu vergeben sind noch Büroflächen sowie Einheiten im geplanten Beautybereich, wo etwa Ernährungsberatung, aber auch Mani- und Pediküre angeboten werden sollen.

 

Termintipp

Wer einen ersten Blick in das Innere der Konstruktion werfen möchte, kann beim Pop-up-Handwerksmarkt vorbeischauen. Er findet an den Wochenenden 7./8., 14./15. und 21./22. September bei freiem Eintritt im kleineren Nebengebäude statt.

 

 

(APA)