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CDU-Führungskrise

Spahn "bereit, Verantwortung zu übernehmen"

Archivbild. Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer .
Archivbild. Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer .APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
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Gesundheitsminister Spahn will offenbar erneut für die CDU-Spitze kandidieren. Sein Konkurrent Friedrich Merz kann sich nun doch eine Mitgliederbefragung vorstellen.

Im Rennen um CDU-Vorsitz und deutsche Kanzlerkandidatur hat sich der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn erstmals zu seinen Ambitionen geäußert. Er habe "immer gesagt" und dies in der vergangenen Zeit auch dokumentiert, "dass ich bereit bin, Verantwortung zu übernehmen", sagte Spahn am Mittwoch am Rande einer Sitzung des Bundestagsgesundheitsausschusses in Berlin.

Der ebenfalls für die Ämter gehandelte CDU-Politiker Friedrich Merz seinerseits hält einem Bericht zufolge ein Votum der rund 400.000 CDU-Mitglieder über den künftigen Parteivorsitzenden nun doch für denkbar. Er sei "nicht grundsätzlich gegen eine Beteiligung der Parteimitglieder durch eine Mitgliederbefragung", sagte Merz' Sprecher am Mittwoch der "Bild"-Zeitung. "Die endgültige Entscheidung muss aber auf einem Bundesparteitag der CDU getroffen werden." Am Vorabend hatte Merz eine Mitgliederbefragung noch abgelehnt.

AKK für Parteitagsentscheid bis zum Sommer

Nach den Plänen der scheidenden CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer soll ein Kanzlerkandidat bis zum Sommer gefunden und bei einem Bundesparteitag im Dezember bestätigt werden. Diese Person soll dann auch den Parteivorsitz von ihr übernehmen. Nach ihrer Rücktrittsankündigung am Montag hatte sie zudem die Kür eines Kanzlerkandidaten und Parteivorsitzenden per Mitgliederbefragung abgelehnt. Diese Frage werde der Parteitag entscheiden, sagte Kramp-Karrenbauer.

Spahn erklärte, es gehe nun darum, dass "man einfach in Ruhe die Dinge besprechen kann". Er wolle vor allem seine Arbeit als Gesundheitsminister machen, betonte er.

Spahn zählt neben dem früheren Unionsfraktionschef Merz und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet zu den drei am häufigsten genannten Anwärtern auf die Nachfolge von Kramp-Karrenbauer. Merz war Ende 2018 im Rennen um den CDU-Vorsitz knapp Kramp-Karrenbauer unterlegen.

(APA/AFP)