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Leitartikel

Rendi-Wagners Werk und Erdoğans Beitrag

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Was soll man von einer Partei halten, die drei Parteivorsitzende en suite abserviert hat? Und im Begriff ist, es mit der vierten ebenso zu machen?

Alfred Gusenbauer hat der SPÖ den Kanzler zurückgebracht. Es wurde ihm nicht gedankt. Es gab vom ersten Tag seiner Regierungszeit an Proteste gegen ihn – von den eigenen Leuten wegen der Studiengebühren. Und die Abneigung hat danach sukzessive zugenommen. Bis er dann zermürbt auf- und an Werner Faymann übergab. Dieser hielt sich zwar mit langem Atem an der Macht – aber auch nicht ewig. Er wurde zum Rückzug gedrängt. Und es übernahm Christian Kern – bis auch er von den eigenen Leuten zermürbt aufgab. Nun ist Pamela Rendi-Wagner an der Reihe. Sie will sich allerdings nicht verdrängen und zermürben lassen – und kämpft, möglicherweise jedoch auf aussichtslosem Posten.

All diesen Parteichefwechseln war eines gemein: Sie wurden von den Genossen anfangs begeistert, ja euphorisch aufgenommen. Gusenbauer – endlich wieder einmal ein richtiger Linker! Faymann – endlich wieder einer mit besten Kontakten zur „Kronen Zeitung“! Christian Kern – endlich wieder ein charismatischer Intellektueller! Pamela Rendi-Wagner – endlich einmal eine Frau!