Viele verlassen das Haus nur, wenn es sein muss.
Italien

Leben in der Quarantäne: Sechs Erfahrungsberichte aus einem abgeriegelten Land

Wie Italiener den Coronavirus-Hausarrest durchstehen – und ihren Alltag trotz aller Sorgen an die Einschränkungen anpassen.

„Io sto a casa“ – ich bleibe daheim. Unter dieser Devise hat die italienische Regierung vergangene Woche ganz Italien in eine riesige, fest abgeriegelte Quarantäne-Zone verwandelt. Die Bewegungsfreiheit wird stark eingegrenzt, um die rasante Verbreitung der Coronavirus-Infektionen zu bremsen und die besonders betroffenen, älteren Bürger zu schützen. Wer nicht unbedingt muss, darf sein Zuhause jetzt nicht mehr verlassen. Wer aber arbeiten, Lebensmitteln einkaufen oder auch nur in die Apotheke will, hat dies in einer schriftlichen „Selbsterklärung“ zu begründen, die man stets bei sich tragen muss. Spazierengehen ist zwar erlaubt, aber möglichst allein. Wenn man unbedingt noch jemanden dabei haben will, muss der vorgeschriebene Sicherheitsabstand eingehalten werden.