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Hitzeschutz

Hitzefreie Wohnung: Coole Ideen für heiße Tage

Auch über die Außenmauern gelangt Sommerhitze ins Innere. Eine Möglichkeit für Eigenheimbesitzer, die Sonnenstrahlen von der Hauswand fernzuhalten, ist eine Begrünung der Fassade.
Auch über die Außenmauern gelangt Sommerhitze ins Innere. Eine Möglichkeit für Eigenheimbesitzer, die Sonnenstrahlen von der Hauswand fernzuhalten, ist eine Begrünung der Fassade.(c) Getty Images/iStockphoto (imamember)
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Pflanzen und Tücher als „grüne Klimaanlage“: Wie man die Wohnung an sommerlichen Hitzetagen auf umweltschonende Weise angenehm kühl halten kann, verraten Experten.

Ein Rekord von 38 „Tropentagen“ mit Temperaturen jenseits der 30 Grad wurde in Wien im letzten Sommer registriert – eine Zahl, die laut Experten aufgrund des Klimawandels in Zukunft weiter steigen wird. Die Hitze macht den Aufenthalt in vielen Wohnungen unerträglich. „Klimaanlagen sorgen zwar für angenehme Raumtemperaturen, heizen aber die Außenluft auf und setzen Treibhausgase frei, was den Klimawandel vorantreibt“, erklärt Vera Enzi von der Kompetenzstelle Grün statt Grau in Wien den Teufelskreis. „Wichtig wäre, bei Neubauten effiziente und ökologisch verträgliche Kühlsysteme einzuplanen, doch viele Bauträger sehen diese Notwendigkeit – noch – nicht“, kritisiert Christian Holter vom Grazer Solartechnikunternehmen Solid. „Das Resultat ist, dass die Menschen im Sommer in den nächsten Baumarkt laufen und mobile Klimageräte kaufen.“ Solche Geräte sind aber nicht nur Energiefresser, sondern können auch gefährlich sein. Christian Leiner, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer, warnt vor der gleichzeitigen Inbetriebnahme von Klimageräten und Gasthermen oder Gasdurchlauferhitzern: „Das vom Gasgerät produzierte Kohlenmonoxid entweicht dann – vor allem bei schlecht gewarteten Anlagen – nicht durch den Abzug, sondern wird vom Klimagerät in den Wohnraum gesaugt. So kann sich die Konzentration dieses tödlichen Gases binnen weniger Minuten gefährlich erhöhen.“ Jahr für Jahr kommt es zu Zwischenfällen mit ernsten Folgen.

Helle Außenvorhänge statt innen angebrachte Jalousien

Umweltschonender ist es, die Hitze gar nicht erst in die Wohnung zu lassen. Das größte Problem sind die Fenster: Bei innen angebrachten Jalousien verbleibt der von ihnen absorbierte Anteil der Wärmestrahlung im Raum, der reflektierte Anteil wird von den Glasflächen teilweise ins Zimmer zurückgeworfen. „Eine innen angebrachte Beschattung reduziert die Sonneneinstrahlung nur um 25 Prozent, ein außen liegender Schutz um 75 Prozent“, weiß Peter Skalka von der Plattform meineraumluft.at. Wer keinen solchen Schutz hat (die Montage wird von der Stadt Wien gefördert), kann sich mit Tüchern behelfen, die außen vors Fenster gehängt werden. Am besten nimmt man dafür helles Material, das viel Licht reflektiert. Dunkle Farben hingegen nehmen Licht auf und speichern es als Wärme. Das gilt auch für das Mobiliar. Eine schwarze Ledercouch etwa kann brennend heiß werden.

Auch über die Außenmauern gelangt Sommerhitze ins Innere. Eine Möglichkeit für Eigenheimbesitzer, die Sonnenstrahlen von der Hauswand fernzuhalten, ist eine Begrünung der Fassade. „Zehn Quadratmeter Grün an der Wand machen ein 3000-Watt-Klimagerät überflüssig und sind ökologisch sinnvoll“, rechnet Enzi vor. Besonders effektiv ist die Begrünung von Dächern. Ein flaches Blech- oder Bitumendach erreicht an heißen Tagen mehr als 80 Grad. Trotz Isolierung herrschen darunter oft Saunabedingungen.