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TV-Notiz

Servus TV und die Sache mit den Zahlen

Beim Salzburger Privatsender ortet man „Verwirrung um hochgerechnete Fälle“(c) Screenshot
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Dass die Corona-Zahlen in Statistiken oft pro 100.000 Einwohnern angegeben werden, sorgt für Irritation im österreichischen Privatsender Servus TV.

Der österreichische Privatsender Servus TV positioniert sich derzeit als „Corona-Kritiker“. Sonntags lädt der Sender Gäste wie den umstrittenen Infektionsepidemiologen Sucharit Bhakdi ins „Corona Quartett“, der Covid-19 für nicht gefährlicher hält als eine Grippe. Im „Talk im Hangar-7“ unterhielten sich vergangenen Donnerstag unter anderem eine besorgte Mutter und ein Schauspieler, der gegen Maskenpflicht im Theater ist, über die Pandemie und die Mittel zu ihrer Bekämpfung. Nun sorgt in sozialen Medien ein Beitrag von  „Servus Nachrichten“ für Aufregung, der eigentlich schon vom 16. Oktober stammt. Darin geht es um Corona-Fälle und Statistik.

Bei der Ankündigung des Beitrags wird der Schriftzug „Corona-Fälle nur auf Papier“ eingeblendet, im Beitrag selbst steht links oben „Verwirrung um hochgerechnete Fälle“ zu lesen. Kritisiert wird die „Sieben-Tages-Inzidenz“: Bei dieser werden die Fälle pro 100.000 Einwohner angegeben. In den meisten Bezirken Österreichs weise diese Kennzahl mehr Fälle aus, als es tatsächlich gebe, sagt die Moderatorin. Schließlich hätten die meisten Bezirke Österreichs weniger als 100.000 Einwohner. Im Bezirk Tennengau, der 60.000 Einwohner hat, werde deshalb „die Zahl der Corona-Fälle  deswegen einfach hochgerechnet“, heißt es in dem Beitrag.