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Serie: Natur-Talente

Surfen auf gutem Gewissen

Weil sie das Meer vermisst haben, begannen vier leidenschaftliche Surfer, ihre eigenen Boards herzustellen. Abgeschreckt von den herkömmlichen Materialien, griffen sie bald zu Holz aus heimischen Wäldern - und haben das Trainingsgerät „Woaz Board“ entworfen.

Schon bald ist ihnen die Decke auf den Kopf gefallen, beschreiben Fabian Huss, Matthias Hierzer, Philipp Petschenig und Otto Kaltner ihre Zeit im ersten Lockdown. Normalerweise gerne die Wellen auf den weiten Meeren dieser Welt reitend, mussten sie sich etwas einfallen lassen, um ihre Sehnsucht nach dem Surfen und nach dem Meer zu stillen.

„Da wir alle aus der Kreativ- bzw. Handwerks-Sparte kommen, war schnell der Gedanke da, einfach diese Trockenphase mit dem Bau eigener Surfboards zu überbrücken“, erzählen sie im Gespräch mit der „Presse“. Dies sei zunächst ganz gut gelaufen, die Materialien wurden in Frankreich bestellt, ihre Träume von Formen, Kurven und Kanten in die erhaltenen Styroporblöcke gemeißelt. Doch schon bald hinterließen die angefertigten Surfbretter einen schalen Beigeschmack. Unmengen an Kunststoffstaub blieb zurück, beim Glasen wurde mit Epoxidharz und Fiberglas versiegelt. „Diese Materialien sind giftig, mit großem Energieaufwand herzustellen und beinahe unmöglich voneinander zu trennen, wenn es um Recyceln und Wiederverwerten geht“. Spätestens jetzt wurde ihnen bewusst: „Das kann doch nicht sein, wir sind Surfer, lieben die Natur und sind auf unsere Umwelt bedacht. Was wir hier produzieren, ist mehr oder weniger Sperrmüll für die Ewigkeit.“