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Corona-Impfstoff

AstraZeneca: EU-Kommission bestellte Impfstoff zu spät

Archivbild von AstraZeneca-Chef Pascal Soriot.
Archivbild von AstraZeneca-Chef Pascal Soriot.Reuters
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Der Vertrag mit den Briten sei früher abgeschlossen worden. Mit der EU habe man außerdem einen „Best effort"-Vereinbarung, getroffen. „Wir haben zugesagt, es zu versuchen“, sagt Firmenchef Soriot.

Im Streit mit der EU-Kommission sieht der Pharmakonzern AstraZeneca den langsamen Vertragsabschluss als Grund für Lieferengpässe. "Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan. Wir hatten auch Anfangsprobleme in Großbritannien. Aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben", sagte Astra-Zeneca-Chef Pascal Soriot der Zeitung "Welt".

Sein Unternehmen sei vertraglich nicht zur Lieferung bestimmter Mengen Impfstoff verpflichtet. AstraZeneca habe eine "Best effort"-Vereinbarung mit der Europäischen Union abgeschlossen. "Der Grund war, dass Brüssel mehr oder minder zum selben Zeitpunkt beliefert werden wollte wie die Briten – obwohl die drei Monate früher unterzeichnet hatten. Darum haben wir zugesagt, es zu versuchen, uns aber nicht vertraglich verpflichtet", so Soriot und fügte hinzu: "Vergessen Sie nicht: Wir entwickeln den Impfstoff gemeinnützig, wir verdienen damit kein Geld. Ich denke, wir behandeln Europa wirklich fair."

In Hinblick auf Berichte deutscher Medien, die Wirksamkeit des Impfstoffs von AstraZeneca sei bei älteren Menschen nur gering, sagte Soriot: "Ich habe keine Ahnung, woher diese Zahl kommt. Sie stimmt nicht. Wie kann man annehmen, dass Prüfbehörden rund um den Globus ein Mittel zulassen, das nur acht Prozent Wirksamkeit hat? Wie gesagt, die Nerven liegen blank. Es wird über alles Mögliche dummes Zeug geredet."

(APA/Reuters)