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Regierungskritik

Kickl: Haimbuchners Erkrankung ändert nichts an FPÖ-Linie

Archivbild: Oberösterreichs FPÖ-Parteichef Manfred Haimbuchner
Archivbild: Oberösterreichs FPÖ-Parteichef Manfred HaimbuchnerAPA/HELMUT FOHRINGER
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Der 42-jährige Landesparteichef befindet sich wegen Covid-19 auf der Intensivstation. Das sei „tragisch“, sagt FPÖ-Klubobmann Kickl. Die übrigen Parteien mahnt er zu Demut.

Freitagmittag meldete sich die „gesamte FPÖ-Familie“ schriftlich via öffentlicher Aussendung zu Wort: Parteichef Norbert Hofer und Klubobmann Herbert Kickl wünschten Manfred Haimbuchner darin gemeinsam „gute Besserung und rasche, vollständige Erholung von seiner schweren Corona-Infektion“. Der Hintergrund: Oberösterreichs 42-jähriger FPÖ-Chef und Vize-Landeshauptmann wird derzeit aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus intensivmedizinisch behandelt und künstlich beatmet.

Am Dienstag klang das nun ähnlich: Die Erkrankung Haimbuchners sei „tragisch“, sagte Kickl. Genaueres über dessen Gesundheitszustand wisse er nicht, da es der Wunsch der Familie sei, die Erkrankung als Privatangelegenheit zu behandeln. Daran halte er sich, betonte der freiheitliche Klubchef: „Ich hoffe, dass er bald wieder zu Hause sein kann.“

Keine Hoffnung brauchten sich indes andere machen, die glaubten, die Coronainfektion des Oberösterreichers ändere etwas an der Linie der FPÖ. Natürlich gebe es schwere Verläufe, diese seien „im Einzelfall immer tragisch“, aber dennoch könne die Politik, „die für das Gesamte im Land verantwortlich ist“, nicht dazu übergehen, „das Kind mit dem Bade auszuschütten“, hielt Kickl an der Kritik an den türkis-grünen Coronamaßnahmen fest. „Daran hat sich überhaupt nichts geändert.“ 

Kickl fordert Demut ein

In Richtung der politischen Mitstreiter respektive Konkurrenz, die ein gewisses „Maß an Schadenfreude und Häme“ darüber an den Tag legten, dass es gerade einen Maßnahmenkritiker erwischt hätte, meinte Kickl, dass ein bisschen Demut angebracht wäre. Denn auch in den anderen Parteien habe es Coronainfektionen gegeben. Daher sollten sie dankbar sein, „dass es in ihren Reihen keinen schweren Verlauf gegeben hat“, anstatt zu versuchen, politisches Kleingeld daraus zu machen.

Außerdem hielt der frühere Innenminister fest: Niemand in der FPÖ verharmlose oder leugne Corona. Vielmehr seien die Freiheitlichen die einzige Fraktion, die eine „sehr differenzierte und ganzheitliche Sicht" auf die Corona-Problematik hätten. Und die Politik brauche eine ganzheitliche Sicht auf die Krise, so Kickl, „denn der Mensch ist auch ein soziales, psychologisches und wirtschaftliches Wesen. Panikmache und Angsthascherei lehnen wir ab.“ 

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(APA/Red.)