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Gespräch

Der Mann, der Männern Gewalt abtrainiert

Psychotherapeut und Coach Alexander Haydn arbeitet in der Wiener Männerberatung mit Gewalttätern, die etwa vom Gericht zum Anti-Gewalt-Training geschickt werden. Und hat bei diesen mit jeder Menge Widerstand zu tun.
Stanislav Kogiku
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Seit den jüngsten Tötungsdelikten ist viel von Prävention die Rede. Aber kann man Gewalttätern ihre Ausraster, Handlungsweisen und antiquierten Frauenbilder abtrainieren? Ja, sagt Alexander Haydn. Wenn das politisch gewollt wäre.

Seit der jüngsten Serie schwerer Gewalt an Frauen ist viel von Prävention die Rede. Man müsse früh anfangen, bei kleinen Buben, beim Männerbild, bei Geschlechterrollen, im Umgang mit Konflikten, bei patriarchalen Strukturen, die das Leben noch immer bestimmen. Aber lässt sich damit die Tötung einer Frau durch ihren Mann verhindern? Kann man (mutmaßliche) Täter wie den, den man nun als „Bierwirt“ kennt, so erreichen? Einen, der, bevor er seine Ex-Partnerin getötet haben soll, jahrelang mit frauenverachtendem Verhalten, Gewalt oder exzessivem Alkoholkonsum aufgefallen ist? Alexander Haydn kennt solche Männer.