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Coronavirus

EMA empfiehlt Covid-Impfstoff von Biontech-Pfizer für Jugendliche

In den USA wird nach einer Empfehlung der dortigen Gesundheitsbehörde CDC der Pfizer-Impfstoff bereits bei Jugendlichen eingesetzt. Hier wird ein Mädchen in Louisiana damit geimpft. (Archivbild)
In den USA wird nach einer Empfehlung der dortigen Gesundheitsbehörde CDC der Pfizer-Impfstoff bereits bei Jugendlichen eingesetzt. Hier wird ein Mädchen in Louisiana damit geimpft. (Archivbild)imago images/MiS
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Der Covid-Impfstoff „Comirnaty“ sei auch für Jugendliche ab zwölf Jahren geeignet, so die europäische Arzneimittelbehörde. In den USA wird der Impfstoff bereits in der Altersgruppe eingesetzt; in Österreich will man Kinder und Jugendliche im Sommer impfen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Biontech-Pfizer, Comirnaty, bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren gegeben.

Der zuständige EMA-Ausschuss empfahl am Freitag eine Erweiterung der Zulassung. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt aber als Formsache. Die EMA strebt eine Zulassung für die junge Altersgruppe noch im Juni an. Bisher ist das Vakzin in der EU erst ab 16 Jahren zugelassen.

Die Daten zeigten, dass der Impfstoff auch in der Altersgruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen sicher sei, erklärte EMA-Impfstoffexperte Marco Cavaleri am Freitag bei einer Pressekonferenz der Behörde. Die Wirksamkeit sei vergleichbar oder sogar besser als bei Erwachsenen. Comirnaty wäre der erste Covid-Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 Jahren zugelassen würde.

Impfungen an Österreichs Schulen?

In Österreich will man sich an die EMA-Empfehlung halten. Schon im Vorfeld hatten Politiker über praktikable Impfabläufe für Jugendliche diskutiert. Unter anderem wurde überlegt, an Schulen zu impfen.

Nach der Zulassung Biontech-Pfizer-Vakzins ab zwölf Jahren sollen nun in Österreich bis zum Ende des Sommers Minderjährige damit geimpft werden, hatte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag schon vor der EMA-Entscheidung angekündigt. "Wir haben das Ziel, dass bis Ende August eine möglichst große Anzahl Kinder und Jugendlicher zwischen zwölf und 16 geimpft sein soll", sagte der Minister.

Nach der Entscheidung der EMA erfolgt noch eine Überprüfung durch das Nationale Impfgremium in Österreich. Bei einer Freigabe für die Zwölf- bis 16-Jährigen würden in den nächsten Wochen Informationskampagnen für die Eltern anlaufen, versprach Mückstein. Allerdings würden die Priorisierungen weiterhin von den Ländern entschieden. Es sei aber genügend Impfstoff vorhanden, meinte der Minister.

USA impfen bereits Kinder

Der europäischen Entscheidung vorausgegangen war eine Studie aus den USA, bei der der RNA-Impfstoff bei Jugendlichen eingesetzt worden war und keine Covid-Erkrankungen auftraten.

Demnach trat bei mehr als 1000 mit Comirnaty geimpften Kindern und Jugendlichen kein Covid-19-Fall auf. In einer etwa gleichen großen, ungeimpften Kontroll-Gruppe waren es 16 Fälle. Die Forscher hatten Daten von insgesamt 2260 Kindern zwischen zwölf und 15 Jahren ausgewertet. Diese hatten im Abstand von 21 Tagen zwei Dosen des Impfstoffes (1131 Kinder) oder Placebo-Spritzen mit Kochsalzlösung (1129 Kinder) erhalten. Für jeweils sieben Tage nach den Injektionen notierten die Teilnehmer eventuelle Impfreaktionen. Unerwünschte Wirkungen wurden bis zu sechs Monate nach der zweiten Spritze erfasst. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Pfizer-Impfstoff bereits seit Mitte Mai für die Altersgruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen freigegeben.

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(APA/Reuters/Red./APA)