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Erster Tag

Impfen ohne Anmeldung: Reger Zulauf in Steiermark und Tirol

Impfwillige ab 18 Jahren konnten sich am Samstag ohne Anmeldung von 8.00 bis 18.00 Uhr in vier Impfzentren den ihren Stich abholen.
Impfwillige ab 18 Jahren konnten sich am Samstag ohne Anmeldung von 8.00 bis 18.00 Uhr in vier Impfzentren den ihren Stich abholen.APA/EXPA/JFK
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In der Steiermark holten sich 2657 Menschen ihre Impfung, in Tirol 2150. Der Bedarf nach „einem niederschwelligen und einfachen Angebot" sei also vorhanden, so das Résumé.

Der von der Steiermark am Samstag angebotene Impftag ohne Anmeldung ist den Verantwortlichen zufolge gut angenommen worden, auch wenn "nur" 2657 von rund 5000 Impfdosen vergeben wurden. Favorit war dabei eindeutig der Wirkstoff von Johnson & Johnson, der insgesamt an allen vier Impfstraßen 2256 mal verimpft wurde. Von AstraZeneca wurden 401 Dosen verimpft. Das Angebot soll fortgeführt, der genaue Tag und die Standorte Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden.

Das Impfen ohne Anmeldung wurde vor allem in der Früh und bis Mittag gut angenommen, dann sank der Andrang in allen vier Impfzentren in Graz, Gleisdorf, Premstätten und Bruck/Mur deutlich ab. Das Land Steiermark hielt rund 5000 Dosen Impfstoff bereit. Übrig gebliebene Dosen können laut dem stellvertretenden Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig problemlos weiter gekühlt gelagert und dann verimpft werden.

Harald Eitner und Wolfgang Wlattnig von der Impfkoordination des Landes zeigten sich zufrieden: "Die insgesamt durchgeführten 2.657 Impfungen waren ein Erfolg, denn jede zusätzliche Impfung hilft der Gemeinschaft, die Pandemie zu bekämpfen. Es wird daher dieses niederschwellige Impfangebot fortgesetzt. Der Tag, der Impfstoff und die Standorte werden Anfang der kommenden Woche festgelegt." Dem Vernehmen nach könnte es wieder der Samstag sein, eventuell sind Impfstraßen in Leoben und Liezen mit dabei. Bei einem weiteren freien Impftag überlege man auch den Wirkstoff von Pfizer/Biontech einzusetzen. "Wir wollen da in die Altersgruppen der 12- bis 17-Jährigen reinkommen", sagte Wlattnig.

Johnson & Johnson als Favorit

In Graz ließen sich 1038 Menschen impfen, davon 846 mit Johnson & Johnson (J&J) und 192 mit AstraZeneca. In Premstätten waren es 486 J&J und 66 AstraZeneca, gesamt 552 - wobei ab 15.30 Uhr sowohl in Bruck als auch in Premstätten niemand mehr mit AstraZeneca (AZ) geimpft werden wollte. In Bruck/Mur waren es 391 J&J und 77 AZ, gesamt 468. In Gleisdorf wurden 534 Dosen J&J und 66 von AZ verimpft, gesamt 600.

Impfwillige ab 18 Jahren konnten ohne Anmeldung von 8.00 bis 18.00 Uhr in den vier Impfzentren in Graz (Messe/Halle A), Premstätten (Schwarzl-Freizeitzentrum), Gleisdorf (Forum Kloster) und Bruck/Mur (Hannes Bammer Sporthalle) zur Immunisierung schreiten. In Graz war die Menge der Wartenden bunt gemischt, junge und ältere Personen, ein Rollstuhlfahrer in Begleitung, Pärchen unter einem Regenschirm - "Heute ist eh kein Badewetter, und wenn's kühl ist, ist das Anstehen angenehmer. Und erledigt ist erledigt", sagte ein junger Grazer, für den es am Samstagvormittag den ersten Impf-Stich gab, auf Befragen.

Auch in Tirol viel Zulauf

Die Impfaktionen ohne Anmeldung am Freitag und Samstag in Tirol sind gut angenommen worden. Insgesamt ließen sich an den beiden Tagen 2150 Menschen ihre Erstimpfung geben, teilte das Land am Abend mit. Neue Impftermine werden kommende Woche bekannt gegeben, sagte Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP).

Am Freitag wurden in den Impfzentren Imst, Landeck, Schwaz und Lienz 1130 Impfdosen verabreicht. Auch die nach der offiziellen Schließung wartenden Personen wurden noch geimpft. An den Standorten in Telfs, Kufstein und Schwaz ließen sich am Samstag rund 1.000 Menschen impfen. Der Großteil der Menschen entschied sich für die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Johnson & Johnson, hieß es.

"Die Impfbereitschaft so vieler Menschen an diesem und den vergangenen Wochenenden zeigt, dass der Bedarf nach einem niederschwelligen und einfachen Angebot vorhanden ist", sagte Leja. "Aus diesem Grund läuft die Organisation für weitere Angebote auf Hochtouren", berichtete sie. Der Zweittermin für die Impfung findet grundsätzlich 28 Tage später statt. Das Land betonte aber, dass nach wie vor Impfungen mit Termin möglich seien.

(APA)