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Pharmabranche

Astrazeneca schließt Millionendeal für RNA-Technologie ab

Vaxequity wurde am Imperial College in London gegründet und gibt sein Know-how nun an Astrazeneca weiter.
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Der britische Konzern will mithilfe der Entwicklungen des Start-ups Vaxequity gezielte Wirkstoffe mit der selbstverstärkenden RNA-Technologie entwickeln - auch gegen Krebs.

Der britische Pharmakonzern Astrazeneca setzt in einem Millionendeal auf eine nächste Generation der RNA-Technologie. Mit dem Start-up Vaxequity sei eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Medikamente auf Basis dieser Technologie vereinbart worden, teilte AstraZeneca am Donnerstag mit.

Vaxequity, das von dem Impfstoffexperten Robin Shattock vom Imperial College London gegründet wurde, erhalte dafür von AstraZeneca eine Zahlung von bis zu 195 Millionen Dollar (166 Mio. Euro), wenn bestimmte Meilensteine im Zuge der Kooperation erreicht werden. Zudem winkten Lizenzgebühren an den Produkten. Vereinbart wurde den Angaben zufolge ferner Kapitalbeteiligungen von AstraZeneca und dem Life-Science-Investor Morningside Ventures.

Selbstverstärkende RNA-Technologie

AstraZeneca hat im Rahmen der Vereinbarung die Möglichkeit, an 26 Wirkstoff-Zielstrukturen für den Einsatz in therapeutischen Gebieten wie Krebs und seltenen genetischen Erkrankungen zusammenzuarbeiten. Im Fokus der Partnerschaft steht die sogenannte selbstverstärkende RNA-Technologie. Sie funktioniert ähnlich wie die der Boten-RNA (mRNA)-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Ein selbstverstärkender RNA-Impfstoff enthält jedoch nicht nur den genetischen Code, der es Zellen erlaubt, zielgerichtet Proteine herzustellen. Er erstellt auch viele Kopien der RNA, die diese Anweisungen enthält, weshalb die Dosen kleiner und günstiger sein könnten.

(APA/awp/sda/Reuters)