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Die Bilanz

Wenn Notenbanken die Kontrolle verlieren

Die Zentrale der Europäischen Zentralbank EZB im Abendlicht, im Hintergrund die Frankfurter Skyline
Die Zentrale der Europäischen Zentralbank EZB im Abendlicht, im Hintergrund die Frankfurter Skylineimago images/Hannelore Förster
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Die amerikanische Fed beginnt mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik, nächstes Jahr könnte es durchaus zu ersten Zinserhöhungen kommen. Der EZB fehlt dazu noch der Plan.

Die US-Notenbank Fed (Federal Reserve) hat Mittwoch abend eine Art Einstieg zum Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik eingeläutet: Zumindest die riesigen Staatsanleihenkäufe sollen schrittweise zurückgefahren werden. Im nächsten Jahr könnte es aber durchaus zu ersten Zinserhöhungen kommen.

Die europäische Zentralbank ist noch nicht so weit: EZB-Chefin Christine Lagarde hat am selben Tag betont, dass ein Zinsschritt in Europa noch lange nicht in Sicht sei. Die Frankfurter Notenbanker wollen lediglich ihr ohnehin schon einmal verlängertes Pandemiebekämpfungsprogramm PEPP bis zum kommenden Frühjahr auslaufen lassen. Es gibt aber bereits Überlegungen, das durch eine Art Ersatzprogramm zumindest teilweise zu kompensieren, den Markt also weiterhin in hohem Maß mit Gratis-Zentralbankgeld zu fluten.