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Fünf- bis Elfjährige

Mückstein: "Die Kinderimpfung ist sicher"

Wolfgang Mückstein zu Kinderimpfungen
Wolfgang Mückstein zu KinderimpfungenAPA/HERBERT NEUBAUER
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Das nationale Impfgremium spricht eine Empfehlung für die Kinderimpfung aus. 258.000 Dosen des speziellen Impfstoffs mit neuer Formulierung sollen bis zum Jahresende nach Österreich geliefert werden.

Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Donnerstag Grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben hat, wird die Impfung auch vom Nationalen Impfgremium (NIG) empfohlen. Das sagte die Leiterin des NIG, Ursula Wiedermann-Schmidt, bei einer Pressekonferenz in Wien. "Die Kinderimpfung ist sicher", betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

258.000 Dosen des speziellen Impfstoffs mit neuer Formulierung sollen bis zum Jahresende nach Österreich geliefert werden. "Das ist die maximale Menge, die wir bekommen haben", sagte Mückstein. Hierzulande leben knapp 600.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Bis zum eigenen Vakzine sollen die Kinder weiterhin mit einem Drittel der Erwachsenen-Dosis immunisiert werden.

Impfpflicht für Kinder noch unklar

Ab Februar ist die Corona-Schutzimpfung in Österreich Pflicht. Ob sie auch für Kinder gelten wird, beantwortete Mückstein auch auf mehrfache Nachfrage nicht. Das müsse breit mit Experten besprochen werden.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am Donnerstagnachmittag über die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren und erwartungsgemäß Grünes Licht gegeben. Nun muss nur noch die EU-Kommission zustimmen, aber das gilt als Formsache. Bisher gab es noch keinen Corona-Impfstoff, der in der EU auch für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist.

Mit der Zulassung durch die EMA wird es vermutlich auch eine dementsprechende Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) in Österreich geben. Die zuständigen Experten der EMA haben gut zwei Monate lang die Daten zu Risiken und Effektivität des Impfstoffes bei Fünf-bis Elfjährigen geprüft. Das österreichische Gesundheitsministerium rechnet damit, dass der erste eigene Kinderimpfstoff gegen Corona EU-weit gegen Ende des Jahres 2021 zur Verfügung steht, auch in Österreich. 

In Israel und auch den USA dürfen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer bereits Kinder ab fünf Jahren geimpft werden. In Österreich gibt es bisher nur sogenannte Off-Label-Impfungen für Kinder unter zwölf. Dabei wird ein Drittel der Dosis für Erwachsene den Kindern verabreicht. Interessierte Eltern müssen dafür einen Arzt suchen, der die Impfung beim Nachwuchs durchführt.

Manche Bundesländer impfen schon, manche warten ab

Wien hat dann allerdings im November eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Stadt schaffte eine Möglichkeit, dass Kids schon im Alter ab fünf Jahren gegen Corona immunisiert werden können - mit einem Drittel der Dosis für Erwachsene. Ab 15. November konnten die ersten Kinder im Austria Center Vienna immunisiert werden, die ersten Termine waren schnell ausgebucht. Auch Niederösterreich geht zügig voran, dort sollen die ersten Impfungen für Fünf- bis Elfjährige noch am Donnerstag starten.  In Oberösterreich kann man ebenfalls seit knapp einer Woche Kinder zwischen fünf und elf Jahren für die Impfung vormerken lassen. Inzwischen sind in Oberösterreich aber auch schon rund 1.600 Kinder off-label geimpft worden.

In Tirol besteht auch bereits seit vergangener Woche die Möglichkeit, Kinder zwischen fünf und elf Jahren zu impfen. In der Steiermark ist die Anmeldung von Kindern zur Corona-Schutzimpfung seit Dienstag über das bekannte Anmelde-Tool des Landes Steiermark möglich. In Vorarlberg gab es bis Mitte der Woche rund 260 Vormerkungen zur Kinderimpfung.

In Salzburg stehe man bei den Kinderimpfungen ebenfalls in den "Startlöchern", erklärte eine Sprecherin von Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP). Das Burgenland wartet bei der Corona-Impfung für Kinder noch auf die Entscheidung der EMA. Auch in Kärnten gibt es zur Zeit noch keine Möglichkeit, Vormerkungen für Kinderimpfungen vorzunehmen, so Landessprecher Gerd Kurath am Mittwoch.

(APA)