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Zinsen

Alles wird teurer, warum die EZB jetzt reagieren könnte

News Bilder des Tages Pressekonferenz der EZB Europaeische Zentralbank Aktuell, 10.03.2022, Frankfurt, Christine Lagarde
Nun wird Kritik an EZB-Chefin Lagarde aus den eigenen Reihen laut.IMAGO/Political-Moments
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Die Inflation in der Eurozone liegt auf einem Rekordhoch. Gewichtige Stimmen innerhalb der EZB fordern daher eine baldige Zinserhöhung. Diese solle nun schon im Sommer kommen.

Vor einer Woche bekräftigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde trotz der rasant steigenden Inflation die eingeschlagene Linie des Abwartens und Beobachtens. Wie berichtet sollen die Anleihenkäufe bis zum dritten Quartal eingestellt werden, eine Zinserhöhung sei danach möglich. Wann genau, könne noch nicht gesagt werden. „Wir beschäftigen uns mit dem Thema Zinsen, wenn es so weit ist“, sagte Lagarde. Diese zögerliche Vorgangsweise brachte ihr vor allem von unabhängigen Ökonomen Kritik ein. Nun mehren sich jedoch auch Stimmen aus der EZB selbst, die ein forscheres Vorgehen der Zentralbank fordern.

Den Anfang machte der Deutsche-Bundesbank-Präsident, Joachim Nagel. Er erklärte am Rande der Frühjahrstagung des IWF in Washington, dass er schon im Sommer mit einer Zinserhöhung rechne. „Die hohen Inflationsraten dürfen sich nicht verfestigen“, so Nagel. Danach folgten ähnliche Aussagen von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos und dem belgischen Notenbank-Chef, Pierre Wunsch. De Guindos meinte, eine Zinserhöhung sei bereits im Juli möglich. Ein Zinsschritt zu diesem Zeitpunkt sei „sicherlich ein Szenario, das ich in Betracht ziehen würde“, so auch Wunsch im Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.