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Archivbild: Eine russische Antonov-Transportmaschine parkt Ende Februar ohne Starterlaubnis auf dem Leipziger Flughafen.
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Krieg und Sanktionen

Das Transportnetz zwischen Russland und der Welt ist nun fast kaputt

Krieg und Sanktionen haben den Waren- und Personenverkehr aus und nach Russland folgenschwer getroffen. Selbst bei lebensnotwendigen Lieferungen. Auf verbliebenen Routen kommt es zu mysteriösen Vorfällen. Nun werden neue Wege ausgeheckt.

Wenn sich ein Nobelpreisträger, der einerseits seine goldene Medaille zugunsten von ukrainischen Flüchtlingen versteigern lässt, nun andererseits hauptsächlich um die medizinische Versorgung der Russen kümmert, dann beweist das nicht nur die Komplexität des Krieges, der auf allen Seiten fast nur Verlierer hervorbringt. Es beweist auch, dass neben dem Krieg auch der westliche Eifer bei Sanktionen, die stark von der ukrainischen Regierung diktiert werden, zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.

Dmitri Muratow also, Friedensnobelpreisträger des Jahres 2021 und einer der mutigsten russischen Investigativjournalisten, hat dieser Tage kundgetan, dass er sich nun vorwiegend damit beschäftigt, seinen schwerkranken russischen Landsleuten beim Überleben zu helfen. Einer journalistischen Arbeit kann er vorerst ohnehin nicht mehr nachgehen, und von einer Attacke im Zug, wo er mit Farbe und dem Lösungsmittel Aceton übergossen worden war, ist er glücklicherweise genesen. Und so arbeitet er nun in Eigenregie daran, dass Knochenmark für Transplantationen und jene 70 Medikamente, die er als absolut überlebenswichtig aufgelistet hat und die nur der Westen liefern kann, auch rechtzeitig in Russland ankommen. Das Problem nämlich, so Muratow, sei, dass die Logistik nicht mehr richtig funktioniere.

In der Tat zeigt sich mit jedem Tag mehr, wie diese durch Krieg und Sanktionen völlig durcheinandergekommen ist.