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Detaillierte Aufnahme von Brustkrebszellen. Brustkrebs ist ein bösartiger Tumor der Brustdrüse.
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Familienanamnese

Brustkrebsvorsorge: Wann ist ein Gentest sinnvoll?

Was bedeutet eine Brustkrebserkrankung der Großmutter für die eigene Gesundheit? Wer kann sich einer genetischen Untersuchung unterziehen lassen und warum ist diese sinnvoll? Ein Überblick im Brustkrebsmonat.

In Österreich erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Es handelt sich dabei um die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Mit den richtigen Früherkennungsmethoden könnten neun von zehn Fälle zeitig erkannt werden. Die Chance auf Heilung wäre dann größer. Geläufige Untersuchungen sind Mammografien, der Ultraschall, die MR-Mammografie (Magnetresonanztomografie der Brust) oder das herkömmliche Abtasten der Brust. Für familiär vorbelastete Frauen, also jene, in deren Familien Brust- oder Eierstockkrebs gehäuft auftritt, kommt auch eine genetische Untersuchung infrage. Etwa fünf bis zehn Prozent der Brustkrebsfälle sind erblich bedingt, bei Eierstockkrebs sind es bis zu 20 Prozent. Ein vermehrtes Vorkommen von Brustkrebs innerhalb der Familie kann nämlich ein Hinweis auf eine erbliche Form der Erkrankung sein.

„Bevor man in besonders jungem Alter anfängt, regelmäßige Mammografien oder MR-Mammografie zu machen, sollte man zu einer genetischen Beratung gehen“, sagt Katharina Rötzer, Oberärztin am Zentrum für Medizinische Genetik am Hanusch Krankenhaus, gegenüber der „Presse“. Eine Auflistung der Zentren, die eine solche Beratung anbieten, wie das Hanusch Krankenhaus, findet man auf der Website der ÖGH (Österreichische Gesellschaft für Humangenetik). Bei der genetischen Beratung wird ein detaillierter Blick auf die Familienanamnese geworfen, man schaut wie viele Brustkrebserkrankungen in der Familie vorliegen, wie alt die Betroffenen beim Eintreten des Krankheitsbildes waren, ob es zusätzlich andere Krebserkrankungen innerhalb der Familie gibt. „Gibt es in der Familie etwa auch Fälle von Eierstockkrebs, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein erbliches Tumorsyndrom dahinter steckt, größer“, erklärt Rötzer.