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Umfrage

Folge der Teuerung: Es wird wieder gekocht

Ein Mann schneidet Gemüse.
Ein gutes Fünftel der Befragten gibt an, aufgrund der Teuerungen derzeit mehr selbst zu kochen.(c) Getty Images
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Selber kochen statt auswärts essen: Jeder zweite geht mittlerweile seltener ins Restaurant. Auch beim Mittagessen im Büro und bei Essensbestellungen wird gespart, wie eine Umfrage zeigt.

Bereits im Sommer stellte eine internationale Umfrage fest, dass in Zeiten der Inflation besonders gerne beim Restaurantbesuch gespart wird: Deutsche sparen im internationalen Vergleich besonders gerne beim auswärts Essengehen. Nun zeigt eine weitere Umfrage, dass auch in Österreich der Trend zu mehr Selbstgekochtem geht.

Jeder und jede zweite Teilnehmende gab an, seltener in Restaurant zu gehen. Das zieht sich durch alle Altersgruppen, besonders gerne sparen die über 60-Jährigen (58 Prozent). Rund ein Viertel bestellt nicht mehr so oft Essen nach Hause. Dafür kocht ein Fünftel mehr selbst. 23 Prozent der im Mai online von Integral - im Auftrag von Iglo - befragten 1000 Österreicherinnen nehmen öfter Essen mit ins Büro.

Kochen statt Bestellen

Neben Restaurantbesuchen wird auch das Bestellen von Essen reduziert. So gibt mehr als jeder Vierte (27 Prozent) an, sich weniger oft Speisen nach Hause liefern zu lassen. Überdurchschnittlich häufig ist das bei 16- bis 29-Jährigen (47 Prozent) und Haushalten mit drei oder mehr Personen (35 Prozent) der Fall. Auch die Mittagsroutine im Büro hat sich teilweise verändert, denn ein knappes Viertel (23 Prozent) nimmt sich nun öfter selbstgekochtes Essen mit, anstatt essen zu gehen. Überdurchschnittlich oft tun das unter 30-Jährige (39 Prozent) und Frauen (29 Prozent). Unterdurchschnittlich selten ergreifen diese Maßnahme Männer (17 Prozent).

Weniger Fleisch

Eine weitere Maßnahme, die immerhin ein Fünftel der Befragten ergreift, ist der seltenere Konsum von Fleisch. Auch hier liegen die unter 30-Jährigen über dem Durchschnitt: In dieser Altersgruppe sind es 26 Prozent, die angeben, aktuell weniger Fleisch zu essen.

Bereits die Pandemie hat die österreichischen Privatküchen vermehrt in den Mittelpunkt gerückt. Die aktuelle Situation befeuert die Kochkünste noch einmal: Ein gutes Fünftel (21 Prozent) der Befragten gibt an, aufgrund der Teuerungen derzeit mehr selbst zu kochen. Insbesondere Frauen (27 Prozent), Singlehaushalte (29 Prozent) und unter 30-Jährige (34 Prozent) schwingen den Kochlöffel nun überdurchschnittlich oft.

(APA/red)