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Streit um Islam-Unterricht: Lehrer sollen Schulbank drücken

Symbolbild: Islamischer Religionsunterricht
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Islamische Glaubens-Gemeinschaft rückt bei der Lehrer-Fortbildung Demokratie und Menschenrechte in den Mittelpunkt und schickt mehr Kontrollore aus.

Nach der Kritik an islamischen Religionslehrern, von denen ein Fünftel ihren Glauben mit der Demokratie für nicht vereinbar halten, reagiert die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ): Man befürchte, die Diskussion gebe Nahrung für negative Stereotypen von und Ängste vor Muslimen. Nicht nur die Lehrer fühle sich an den Pranger gestellt, in der ganzen Glaubensgemeinschaft sei die Betroffenheit groß.

Als Maßnahmen setzt die IGGiÖ auf mehr Kontrolle und Aufklärung: Die Lehrerfortbildung werde sich in nächster Zeit auf Demokratie und Menschenrechte konzentrieren. Zudem sollen die Kontrollen verschärft werden. Statt derzeit einem Inspektor sollen künftig acht den Islam-Unterricht besuchen.

40.000 Schüler im Islam-Unterricht

Der Autor der Studie, Mouhanad Khorchide, hat unterdessen in der Wochenzeitung "Die Furche" Stellung genommen. Er kritisiert unter anderem, dass die Ergebnisse seiner Studie in der öffentlichen Diskussion auf den Aspekt eines Demokratiedefizits reduziert würden.

Islam-Lehrer werden seit 1998 an der Islamischen Religionspädagogischen Akademie ausgebildet. 40.000 Schüler besuchen den muslimischen Religionsunterricht, sagt die IGGiÖ auf ihrer Homepage.

(APA/Red.)