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Außenpolitik

Kalter Handelskrieg in Hamburg: Wie Trump die G20-Idee sabotiert

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Amerika droht mit Strafzöllen, Europa mit Gegenschlägen. Die globale Gemeinschaft wird zur Kampfarena.

Wien. Das Debakel zeichnete sich ab. Spätestens seit Ende Mai, als zwei der wichtigsten Trump-Berater im „Wall Street Journal“ das neue Weltbild im Weißen Haus enthüllten: Der Präsident habe erkannt, dass „die Welt keine globale Gemeinschaft ist“, sondern „eine Arena“, in der Nationen „um Vorteile streiten“. Wie man mit einer solchen darwinistischen Doktrin Politik macht, hat Washington in den Tagen vor dem G20-Gipfel in Hamburg gezeigt: Handelsminister Wilbur Ross forderte die deutschen Gastgeber und die EU als Ganzes forsch auf, mehr US-Waren zu importieren und amerikanisches Erdgas zu kaufen. Sonst müsse Washington „zur Selbsthilfe greifen“. Und das heißt: Sanktionen, Strafzölle, Handelskrieg.