Angst vor den Populisten in Rom

Die Meinungen zu Conte sind in Italien gespalten.
Die Meinungen zu Conte sind in Italien gespalten.(c) APA/AFP/FILIPPO MONTEFORTE

Italiens Staatspräsident Mattarella nimmt sich etwas Bedenkzeit, bevor er die geplante Koalition zwischen Lega und Fünf-Sterne-Bewegung absegnet. Der designierte Premier, Giuseppe Conte, spaltet das Land.

Rom. Die erste Wirkung, die Giuseppe Conte auf Italien hat, ist erst einmal positiv: Nach der Ankündigung in Rom, er solle als Dritter von außen die Regierungsgeschäfte übernehmen, haben sich zumindest die Märkte etwas beruhigt. Der Spread, der Risikoaufschlag für zehnjährige italienische Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Bundesanleihen, sank am Dienstag auf unter 175 Basispunkte. Am Montag war der Indikator für das Vertrauen der Märkte in Italien auf über 185 Punkte gestiegen. Die Aussicht auf eine Regierung zwischen der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega hält Europa derzeit in Atem. Staatspräsident Sergio Mattarella wollte sich selbst etwas Bedenkzeit geben und am Dienstag noch nichts verkünden. Er muss am Ende den künftigen Regierungschef mit der Regierungsbildung in Italien beauftragen.