Ärger mit Wahlkarten: Hackerangriff auf Wien

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In der Bundeshauptstadt gibt es Probleme bei der Ausstellung von Wahlkarten für die Bestellung des EU-Parlaments am 26. Mai.APA/HELMUT FOHRINGER

Nach Problemen mit der neuen App des Bundes gibt es nun Schwierigkeiten bei der Bestellung von Wahlkarten. Das Innenministerium erklärt, es habe einen Hackerangriff gegeben. Die Stadt Wien spricht von einem Systemausfall.

Wien. Gerade erst ist bekannt geworden, dass die vom Wirtschaftsministerium eingeführte App („Digitales Amt“) Wahlkartenanträge verschluckte. Nun gibt es unabhängig davon Probleme mit den Wahlkarten in der Bundeshauptstadt. Sie haben mit einem Cyberangriff auf das Computernetzwerk der Stadt zu tun, wie der „Presse“ im Innenministerium erklärt wird. Der Angriff auf das Netzwerk der Stadt war so massiv, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) eingeschaltet wurde. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigt der „Presse“, dass eine Sachverhaltsdarstellung der Stadt Wien eingelangt ist: „Die Ermittlungen laufen.“ Die Stadt Wien hingegen meint, es habe sich um einen sogenannten DDoS-Angriff gehandelt.

Was bedeutet der aktuelle Vorfall, und könnten die Wahlkartenprobleme zu einer Wahlwiederholung führen?