So profitieren Firmen von Niedrigzinsen

Siemens konnte sich kürzlich zu rekordniedrigen Zinsen refinanzieren.
Siemens konnte sich kürzlich zu rekordniedrigen Zinsen refinanzieren.(c) APA/zb/Sebastian Kahnert (Sebastian Kahnert)

Für Sparer ein Problem, für Firmen ein Paradies - die Niedrigzinsen. Viele Unternehmen haben die günstigen Konditionen auf dem Kapitalmarkt genutzt, um sich nach der Sommerpause zu verschulden. Auch in Österreich.

Wien. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den Anleihenmarkt also erneut fluten. Und zwar bereits ab November dieses Jahres und im Ausmaß von 20 Mrd. Euro monatlich. Wann dieses Anleihenkaufprogramm auslaufen wird, hat EZB-Chef Mario Draghi in der Vorwoche nicht verraten. Was man aber weiß: Die Zentralbank wird bis zu ihrer ersten Zinserhöhung auf dem Markt intervenieren – was bekanntlich ewig dauern kann.

Die Experten der Commerzbank rechnen ab dem Frühjahr mit einer Aufstockung der monatlichen Anleihenkäufe. Das wird wohl auch Auswirkungen auf Unternehmensanleihen haben. Bei ihnen hat die EZB ja schon in der Vergangenheit beherzt zugegriffen.

Der Anlagenotstand und die Aussicht auf noch billigeres Geld haben die Renditen für sichere Unternehmensanleihen im bisherigen Jahresverlauf ziemlich stark nach unten gedrückt. Im Schnitt betrug die Rendite dieser Papiere rund 0,4 Prozent (ohne Finanzwerte), zu Jahresbeginn waren es noch 1,25 Prozent gewesen.