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Leitartikel

Lasst Boris Johnson diesen Sieg, es ist sowieso kein schöner

Der britische Premier Boris Johnson.APA/AFP/OLI SCARFF

Großbritannien hat die EU bereits zu lang mit seinem Brexit aufgehalten. Es würde niemand verstehen, wenn die Innenpolitik noch einmal querschießt.

Wer beim Abschied zu lang in der Tür stehen bleibt, der verpatzt sich selbst den großen Moment. Großbritannien hat sich mit immer neuen Wendungen im Brexit-Drama um dieses Gefühl der eigenen historischen Bedeutung gebracht: den Aufbruch in eine neue – selbst gewählte – Freiheit, aber auch die Emotion der Trennung von den bisherigen Partnern. Diese Emotion ist nie einseitig negativ. Sie spiegelt im besten Fall den gegenseitigen Respekt wider, mit dem beide Seiten im weiteren Leben erneut aufeinandertreffen können. Jetzt aber wollen alle nur, dass die Briten endlich aus der Tür treten und gehen.