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Analyse

Ist Nordkoreas Diktator wirklich lebens­gefährlich erkrankt?

Kim Jong-un zeigte sich demonstrativ ohne Mund-Nasen-Schutz.via REUTERS
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Nachdem Kim Jong-un nicht an einer Feier teilnahm, brodelt die Gerüchteküche: Laut CNN befindet er sich nach einer Herzoperation in einem „kritischen Zustand“, andere Quellen sind vorsichtiger.

Es gibt recht viele nationale Feiertage in Nordkorea - aber nur wenige, bei denen Führer Kim Jong-un ohne triftigen Grund abwesend sein darf. Ein solcher Anlass ist zweifelsfrei der „Tag der Sonne“ am 15. April, bei dem das altstalinistische Regime den Geburtstag des Gründerherrschers Kim Il-sung zelebriert.

In diesem Jahr wurde nicht nur die offizielle Feier im Kumsusan-Palast - offenbar wegen der drohenden Corona-Gefahr - auf ein Minimum eingedampft. Vor allem aber fehlte der aktuelle Diktator und Enkel des 1994 verstorbenen Staatsgründers. In seinem Namen wurde ein großes Blumengesteck niedergelegt - das war alles. Von Kim Jong-un  gab es keine Fotos wie sonst üblich.

Sofort schossen in Südkorea die Gerüchte ins Kraut. Wie stets ist von Putsch und Machtkampf in der Führung die Rede. Aber diesmal konzentrieren sich die Spekulationen auf die Gesundheit des vermutlich 36-jährigen Machthabers.