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TV-Notiz

Zynismus und Moria: Minister Schallenberg in der "ZiB 2"

Beide sehr vehement: Außenminister Alexander Schallenberg und Armin Wolf.
Beide sehr vehement: Außenminister Alexander Schallenberg und Armin Wolf.
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Welche Signale sendet man mit der Aufnahme von Menschen aus Lesbos? Der Außenminister warnt vor dem Pull-Effekt, ein Migrationsforscher zeigt sich entsetzt über diesen Ansatz.

Ihre Meinungen sind sehr, sehr unterschiedlich: Was am Mittwochabend zuerst Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) in der "ZiB 2" und dann Migrationsforscher Gerald Knaus in der "ZiB Nacht" sagte, ging nicht wirklich zusammen. Einig waren sie sich zumindest darin, dass die Bilder erschreckend seien, die nach dem Brand des Flüchtlingslagers Moria zu sehen sind. Und dass es dort eine Notlage gebe.

In welcher Form soll, kann oder muss Österreich (und Europa) nun helfen? Schallenberg nahm eine Haltung ein, die Interviewer Armin Wolf mehr als einmal mit dem Wort "zynisch" bedachte. Er habe Geld angeboten, sagte der Minister, und sprach später auch von Decken und Zelten, die man liefern könne. Menschen sollen aber nicht in Österreich aufgenommen werden - auch nicht hundert unbegleiteten Minderjährige, wie es die Stadt Wien vorgeschlagen hat.