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Militärpakt

Paris erzürnt über Australiens "Dolchstoß"

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Da war die Welt noch heil: Frankreichs Präsident Macron (zweiter von links) bei einem Staatsbesuch in Australien vor drei Jahren.AFP/POOL/BRENDAN ESPOSITO
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Australiens Rückzug vom Kauf französischer U-Boote überrumpelte die um strategische Autonomie bemühten Europäer.

Das Timing hätte für Europas politische Spitzen nicht schlechter sein können: Just am Tag, bevor die Europäische Kommission ihre neue Strategie für Zusammenarbeit im Indopazifischen Raum präsentierte, erklärte Australiens Regierung ihren Vertrag über den Kauf von französischen U-Booten für null und nichtig, um stattdessen mit den USA und dem Vereinigten Königreich ein gemeinsames, unter anderem auf nuklear angetriebenen U-Booten basiertes Sicherheitssystem zu errichten.

Weder Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Kommission, noch Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, waren von den USA, Australien oder dem Vereinigten Königreich darüber vorab informiert worden, wie eine Sprecherin von der Leyens und Borrell selbst am Donnerstag sagten. „Diese Ereignisse zeigen die Bedeutung der Region, und die Notwendigkeit unseres Engagements“, erklärte Borrell.