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Regisseur

"Squid Game": Mit Zahnverlust zum Erfolg

Behind the Scenes von "Squid Game"
Behind the Scenes von "Squid Game"Netflix
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Wie Hwang Dong-hyuk, Drehbuchautor und Regisseur der Erfolgsserie „Squid Game“, im Alleingang einen Streaming-Hit erschuf.

Als Hwang Dong-hyuk die erste Idee zu „Squid Game“ - einer Serie über ein blutiges und psychologisch ausgeklügeltes Spiel - hatte, war Netflix noch damit beschäftigt, DVDs zu verleihen. Das ist jetzt 12 Jahre her. Heute ist „Squid Game“ die erfolgreichste Serie, die der Streaming-Riese Netflix je gestartet hat. Das teilte die Plattform am Dienstag mit. Das fiktive Drama wurde seit seiner Premiere am 17. September von 111 Millionen Konten gestreamt.

Die Spiele, die innerhalb der Serie zu blutigen Kämpfen führen, waren in ihrer Ursprungsform Teil von Hwangs Kindheit in Seoul. Für den Autor selbst bilden sie eine Allegorie des kompetitiven, kapitalistischen Systems, in dem Reiche immer reicher und Arme immer hilfloser würden. Die Simplizität der Spiele und die Zugänglichkeit der Charaktere sind bewusst gewählt. „Als Überlebensspiel ist es Unterhaltung, ein menschliches Drama. Die dargestellten Spiele sind extrem simpel und leicht zu verstehen. Das erlaubt dem Publikum, sich auf die Charaktere zu fokussieren,“ erklärt der Drehbuchautor dem US-Magazin „Variety".

Solo-Projekt

Einen so großen Erfolg, habe Hwang aber nicht erwartet. Die Produktion der Serie beschreibt er als „intensive Erfahrung“. Eine schöne Umschreibung dafür, dass ihm gleich sechs Zähne aus Stress bei den Dreharbeiten ausgefallen sind. Neben dem Schreiben des Drehbuchs für alle neun Folgen führte Hwang ebenso Regie und produzierte die gesamte Serie selbst. „Das war eine wirklich große Aufgabe,“ so Hwang, „wenn ich darüber nachdenke, das Ganze noch einmal für eine zweite Staffel zu machen, bin ich persönlich etwas beunruhigt.“ Dennoch halte es ihn nicht gänzlich von einer Fortsetzung ab: „Ich würde es sicher nicht noch einmal alleine machen."

Auch wenn noch nichts bestätigt ist, lässt die Eventualität einer nächsten Runde die Herzen der Fans bereits jetzt höher schlagen. Um zu verstehen, wie hohe Wellen die Netflix-Serie geschlagen hat, hilft ein Blick in die Arabischen Emirate. Dort gibt es eine Real-Life-Version der „Squid Game"-Spiele, natürlich ohne tödliche Folgen, außerdem abzüglich Preisgeld. 300 Menschen hatten sich beworben, aber nur 30 Personen - 15 pro Gruppe - konnten teilnehmen. Das schreit nach mehr „Squid Game Events“ und einer nächsten Staffel.

(evdin)