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Russische Panzereinheit mit T-72 jüngst bei Übungen nahe Rostow am Don in der Nähe des Donbass.
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Analyse

Wohin die Panzer im Osten rollen könnten

Die lange erwartete Gefahr eines Krieges durch eine russische Aktion in der Ukraine hat sich also realisiert. So einfach ist die Sache für Moskau allerdings nicht.

Mehr als 160.000 Soldaten mit Panzern, Geschützen, Hubschraubern etc. habe Russland nahe der Ukraine auffahren lassen, hieß es im Westen zuletzt. Dort und in der Ukraine wurde seit Monaten eine Militäraktion befürchtet, die sich zum Großangriff ausweiten könne - und das nun in der Nacht auf Donnerstag offenbar getan hat.

Doch sind 160.000 Mann bei so einem riesigen Operationsgebiet viel? Wie ist die Kräftebalance? Welche Szenarien nimmt man an? Hier einige Antwortversuche - mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass diese Analyse Ende Jänner erstellt wurde und da und dort noch auf den damaligen Umständen und Kräfteverhältnissen gründet.

Kräfteverhältnisse

„Im engeren Raum um die Ukraine sind immer etwa 85.000 bis 90.000 russische Soldaten“, sagt John D. Williams, militärischer Analyst beim US-Thinktank Rand Corporation und pensionierter Oberst des Marine Corps, zur „Presse“. Im Jänner seien es durch Verstärkungen wohl mindestens 125.000 gewesen.

Tatsächlich stehen östlich der .Ukraine seit Jahren die Verbände der 20. Armee (Hauptquartier Woronesch) und 8. Armee (Nowotscherkassk nahe Rostow), im Südosten Teile der 49. Armee (Stawropol), indes teilweise bis zu 300 Kilometer entfernt von der Grenze. Dieser Grenze hatten sich weitere Elemente jener Armeen nun aber genähert. Im Süden, auf der Krim, sind die Land-, See- und Luftkräfte der Schwarzmeerflotte. Alles gesamt ergibt (Stand Jänner) grob 85.000 Mann.

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