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Nachhaltigkeit

Klimaanlagen sind nicht zwingend böse

Manche Fonds investieren nur in Firmen, an denen niemand Kritik übt, andere auch in Problemkinder, die sich verbessern.

Wien. Nur in nachhaltige Branchen wie Bio-Imkerei zu investieren, wäre ein leichtes Unterfangen, man hätte ein gutes Gewissen beim Investieren. Am Problem des Klimawandels würde sich aber nichts ändern. Denn wie schlimm dessen Auswirkungen sind, hängt vor allem davon ab, ob es den schlechten Branchen gelingt, weniger CO2 zu emittieren und umweltfreundlicher zu werden.

„Wenn wir schlechte Unternehmen verbessern, erreichen wir mehr, als wenn wir gute optimieren“, sagte Roland Pfeifer von Union Investment auf einem Vortrag beim diesjährigen Fondskongress in Wien. Bei der Auswahl der Unternehmen suche man daher nicht nur nach solchen, die in Sachen Nachhaltigkeit gut dastehen, sondern auch nach solchen, die sich in einem vielversprechenden Transformationsprozess befinden.

Diese können dann durchaus auch aus Branchen kommen, die nicht per se als besonders umweltverträglich gelten. Ein Beispiel ist das Chemieunternehmen Lanxess. Dieses hat in Antwerpen eine Lachgas-Reduktionsanlage errichtet. Lachgas entsteht bei der Herstellung des Kunststoffvorprodukts Caprolactam. Es ist für den Menschen ungefährlich, aber für das Klima noch schädlicher als CO2.

Die Deutsche Post, die als Infrastrukturkonzern per se einen hohen CO2-Fußabdruck hat, investiert in alternative Treibstoffe, versucht, die sogenannte „letzte Meile“ der Zustellung zu elektrifizieren und hat auch ein Vergütungssystem, demzufolge auch der Bonus für die Manager von der Erreichung der Umweltziele abhängt.