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Grätzelwalk

Von Straßennamen und Raumgefühl

Gätzelspaziergang_Guerilla Girls
Laura Birschitzky vor dem "Kubus Export"(c) Carolina M. Frank (Carolina M. Frank)
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Mit Laura Birschitzky vom Kunstraum NÖ im 1. Wiener Bezirk vom Ausstellungsraum in der Herrengasse über den Universitätsring bis zum gläsernen „Frauenwürfel“ am Gürtel.

Laura Birschitzky zeigt auf die Mauerreliefs am Haus gegenüber des Palais Niederösterreich: Männer, wie so oft im Stadtbild. „Ein wenig paradox, dass wir hier in der Herrengasse sitzen“, sagt sie und lacht. Schließlich sei sie mit den Kolleginnen des Kunstraums NÖ auf „feministischer Mission“.

Die Herrengasse 13 war einst Sitz des Adels, heute ist hier unter anderem der Kunstraum zu Hause: ein Ausstellungsraum für sozialpolitisch-kritische Kunst mit Fokus auf Performances. Birschitzky ist für die Kunstvermittlung zuständig und organisiert auch Mädchen-Workshops unter der Leitung von Katharina Brandl mit. „Wir wollen den Mädels zeigen, dass sie im öffentlichen Raum Platz einnehmen dürfen“, sagt Birschitzky.

Ungleichgewicht der Straßen

Laut der Datenvisualisierungsplattform Genderatlas wurden im Jahr 2012 in Wien erstmals mehr Verkehrsflächen nach Frauen als Männern benannt. Auf dem Weg von der Herrengasse über den Universitätsring bis zum Gürtel ist davon nichts zu spüren, in neueren Stadtteilen wie der Seestadt Aspern schon: Ein ganzes Grätzel ist hier, wie die Janis-Joplin–Promenade und die Anna-Müller-Straße, nach Frauen benannt. Gemessen an der Länge haben in Wien 54,6 Prozent der Straßen einen geschlechterneutralen Namen, 42,4 Prozent sind nach Männern, drei Prozent nach Frauen benannt. Gemessen an der Anzahl tragen 5,2 Prozent den Namen einer Frau.

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