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Sanktionsfolgen

Der stille Exodus aus Russland

Auch Ikea-Filialen in Russland blieben seit dem Angriff auf die Ukraine geschlossen.
Auch Ikea-Filialen in Russland blieben seit dem Angriff auf die Ukraine geschlossen.(c) REUTERS (EVGENIA NOVOZHENINA)
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Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben bereits viele westliche Firmen die russische Föderation verlassen. Einige wollen noch ausharren, obwohl es immer schwieriger wird, die Aktivitäten aufrechtzuerhalten.

Wien. Die großen internationalen Ketten standen am Anfang. McDonald's oder H&M verließen bereits wenige Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar Russland. Und auch andere große internationale Unternehmen wie die Kreditkartenkonzerne Mastercard oder Visa stellten relativ bald ihre Geschäftstätigkeit ein. Anders war dies jedoch vor allem bei mittelgroßen Unternehmen, die etwa in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vor Ort Produktionsbetriebe aufgebaut haben. Nicht alle wollten diese langjährige Arbeit von heute auf morgen aufgeben und versuchen daher seither, die Sache auszusitzen. Darunter auch viele Betriebe aus Österreich. Doch das wird aufgrund der westlichen Sanktionen und der russischen Gegenmaßnahmen immer schwieriger.

Ein großes Problem sei etwa die Ersatzteilversorgung für die Maschinen, heißt es bei heimischen Unternehmen, die vor Ort tätig sind. Kaum ein Unternehmen hat Teile für mehrere Monate gelagert gehabt. Wenn bei den aus Europa stammenden Geräten nun jedoch etwas kaputt gehe, dürfe man nicht mehr aus Österreich die benötigten Teile einfach nach Russland schicken. Das würde gegen die Sanktionen verstoßen. Die einzige Lösung ist, andere Teile aus russischer, chinesischer oder türkischer Produktion zu finden, die stattdessen verwendet werden können.