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Energie

Atomkraft: Trübe Zukunftsaussichten und Gefahren

THEMENBILD: AKW MOCHOVCE
Das slowakische Atomkraftwerk in Mochovce.(c) APA/MILENKO BADZIC (MILENKO BADZIC)
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Abwärts. Das ist die Richtung der Entwicklung, die ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht über Trends in der Nuklearenergie aufzeigt.

Seit 2007 erscheint der „The World Nuclear Industry Status Report“ (WNIST) jährlich und zeigt auf, wie sich die Nuklearindustrie entwickelt. Qualität, wirtschaftliche Kennzahlen, Baufortschritt – in all diesen Bereich zeigt der Report, der am Mittwoch in der Heinrich Böll-Stiftung in Berlin veröffentlicht worden ist, vor allem eine Richtung: Abwärts.

Der Bericht, der die jüngsten Entwicklungen zeigt, legt offen, dass der Anteil des Stroms aus Kernkraftwerken erstmals in 40 Jahren unter zehn Prozent liegt (9,8%) - mehr als zwei Drittel weniger als 1996, als die Stromproduktion in Atomkraftwerken (AKW) einen Höchststand erreicht hatte.

Der Bericht weist für Mitte 2022 weltweit 411 Reaktoren aus, die Strom produzieren – sieben weniger als 1989 und 27 weniger als 2002. Damals waren die meisten Reaktoren am Netz. Die Internationale Atomenergiebehörde kommt auf eine andere, höhere Zahl: Demnach seien 2021 nicht weniger als 437 Atommeiler am Netz gewesen. „Mitgerechnet werden dabei allerdings auch 23 Reaktoren, die zwar am Netz sind, aber seit der Periode zwischen 2010 bis 2013 keinen Strom mehr liefern“, so der fast 400 Seiten umfassende Report.