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Theologie

Testament: Benedikt XVI. hielt den Glauben für vernünftig

Der Vatikan trauert: Auf dem Petersplatz in Rom wird des verstorbenen Ex-Papsts Benedikt XVI. gedacht.
Der Vatikan trauert: Auf dem Petersplatz in Rom wird des verstorbenen Ex-Papsts Benedikt XVI. gedacht.(c) REUTERS (GUGLIELMO MANGIAPANE)
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In seinem geistlichen Testament skizzierte Benedikt XVI. noch einmal sein Verhältnis zur Wissenschaft: „Scheinbare Gewissheiten gegen den Glauben“ seien „dahingeschmolzen“.

Am letzten Tag des Jahres 2022, nur Stunden nach dem Tod von Papst Benedikt XVI., veröffentlichte der Vatikan das geistliche Testament des emeritierten Kirchenoberhaupts. Schnell kam es in die Medien, oft zitiert wurde besonders ein Satz: „Alle, denen ich irgendwie Unrecht getan habe, bitte ich von Herzen um Verzeihung.“

Die Versuchung liegt nahe, das auf die Vertuschung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche hin zu deuten. Doch Benedikt XVI. hat diesen Text schon am 29. August 2006 verfasst, in seinem zweiten Jahr als Papst also. In dem kaum eine Druckseite langen Stück finden sich aber Formulierungen, die für seinen Zugang zur Theologie ganz typisch sind.