Ticker-Nachlese: "Dann kommen weitere Millionen"

Flüchtlinge am Grenzübergang Nickelsdorf warten auf Busse
Flüchtlinge am Grenzübergang Nickelsdorf warten auf BusseREUTERS

Ticker-Nachlese15.000 Flüchtlinge kamen seit Samstag von Ungarn nach Österreich. Kanzler Faymann will die Grenzöffnung jedoch schrittweise wieder zurücknehmen.

Rund 15.000 Flüchtlinge kamen seit Samstag über die ungarisch-österreichische Grenze, nachdem die Regierungen in Wien und Berlin am Freitag zugesagt haben, die Menschen einreisen zu lassen. Mindestens 12.000 von ihnen sind bereits weitergereist nach Deutschland. Doch sowohl in Berlin als auch in Wien heißt es, dass dies eine Ausnahme war.


Die Ereignisse des Sonntags im Überblick:

  • Die Öffnung der Grenzen soll laut Kanzler Werner Faymann, sobald die akute Ausnahmesituation vorüber ist, schrittweise wieder zurückgenommen werden. Ungarns Premier Viktor Orbán forderte ein klares Signal Österreichs und Deutschlands: "Solange diese Länder nicht klar sagen, dass sie keine weiteren Migranten aufnehmen, so lange werden weitere Millionen nach Europa kommen."
  • Sowohl die ÖBB als auch die Caritas richteten den freiwilligen Helfern und Spendern ihren Dank aus. Die Sachspendenlager waren vorerst voll. Auch am Sonntag fuhren
  • Dem Aufruf, in einem Hilfskonvoi von Wien nach Ungarn zu fahren, sind laut Polizei bis zu 150 Fahrzeugen gefolgt. Es wurden Hilfsgüter nach Ungarn gebracht, allerdings nur wenige Flüchtlinge mit nach Österreich genommen.
  • Die EU plant trotz lauter werdender Forderungen - darunter von Faymann - derzeit keinen Sondergipfel. Laut EU-Kommissionspräsident Donald Tusk wird das Thema Migration erst beim regulären Gipfel am 15. und 16. Oktober auf der Tagesordnung stehen.
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(APA/Reuters/red.)