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Syrische Kurden wollen autonome Region ausrufen

Kurdische Kämpfer in Aleppo.
Kurdische Kämpfer in Aleppo.imago/ITAR-TASS
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Es soll eine "föderale Demokratie" in Nordsyrien geschaffen werden. Ankara hatte gedroht, einen Kurdenstaat nicht zu dulden.

Die syrischen Kurden wollen nach eigenen Angaben von Mittwoch eine autonome Region im Norden des Bürgerkriegslandes - auf kurdisch Rjava - ausgerufen. "Die Föderation wird das Zusammenleben garantieren und sichern", sagte Kurdensprecher in Kobane, Idriss Nassan, einer Presse-Agentur. Das Autonomiegebiet soll auch drei bereits existierende Selbstverwaltungen in Nordsyrien einschließen.

Bei einer Konferenz am Mittwoch legten die Kurden ein genaues Konzept dieses Plans vor: Es solle eine "föderale Demokratie" geschaffen werden. Das Modell sieht "Gebiete demokratischer Selbstverwaltung" in Bereichen der Wirtschaft, der Sicherheit und Verteidigung vor.

Kurden nicht zu Genfer Gesprächen eingeladen

Die Nachricht kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Seit Montag findet in Genf die dritte Runde der Syrien-Gespräche statt. Es sind allerdings keine Kurden am Verhandlungstisch vertreten. Die kurdische Partei PYD, eine Schwesterpartei der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei, hat nach eigenen Angaben keine Einladung in die Schweiz erhalten.

Der bewaffnete Arm der PYD, die Miliz YPG, ist zwar ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Extremisten-Miliz IS. Syriens Nachbar Türkei sieht die PYD allerdings als Terrorgruppe, weswegen die Kurden von der ersten Gesprächsrunde ausgeschlossen wurden. Die türkische Regierung hatte wiederholt gedroht, dass sie einen Kurdenstaat in Nordsyrien nicht dulden werde.

 

 

 

(APA/dpa)