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U.S. President Donald Trump campaign rally in Wildwood
Mitreden

Warum ist Trump in den USA so beliebt?

Donald Trump ist zu Beginn des Wahljahrs 2020 so beliebt wie schon lange nicht mehr. Was macht er richtig? Und wer könnte den Siegeszug stoppen? Diskutieren Sie mit!

Das Amtsenthebungsverfahren hat dem Ansehen Donald Trumps offenbar nicht geschadet. Im Gegenteil: Der US-Präsident erreichte in einer aktuellen Umfrage die höchste Zustimmungsrate seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Situation bei den Demokraten: Bis jetzt hat sich noch kein Kandidat für die Präsidentschaftswahl herauskristallisiert. Unser Korrespondent Stefan Riecher meint: „Nur ein klarer Frontrunner, der schon früh eine Welle der Begeisterung wie einst Barack Obama auslöst, könnte Donald Trump aus dem Weißen Haus verdrängen“. Diesen Stern sieht Riecher bereits aufsteigen: Michael Bloomberg. Der Milliardär und Ex-Republikaner präsentiert sich als vernünftige Alternative zum Linken Bernie Sanders.

Der Wahlkampf dürfte einer der schmutzigsten werden. Wie tief die Gräben zwischen Demokraten und Republikanern mittlerweile sind, zeigte Trumps Rede zur Lage der Nation, deren Niederschrift von Nancy Pelosi, Chefin des Abgeordnetenhauses, demonstrativ zerrissen wurde. Nicht ganz zu unrecht, wie Riecher in seiner Analyse dazu schreibt. 

Burkard Bischof meint unterdessen in einem Leitartikel, dass die USA ihre Vorbildrolle als „Fackelträger der Demokratie" verloren haben, sei nicht allein Trump zu verdanken, sondern auch den Demokraten: „Der Niedergang der amerikanischen Demokratie hin zu einer tief gespaltenen, polarisierten Gesellschaft, die von zwei zu Kompromissen unfähigen Parteien geführt wird, hat schon viel früher eingesetzt."

Wohin Polarisierung führen kann, darüber denkt der Autor und Journalist Ian Buruma in einem „Presse"-Gastkommentar nach.  Er schreibt über Evangelikale und konservative Katholiken, die Trump als eine Art „Heiligenfigur" verehren würden. Dies sei äußerst gefährlich: „Nicht nur, weil es Intoleranz fördert, sondern auch, weil es die Vorstellung in Frage stellt, dass die politische Debatte auf Vernunft beruhen sollte."

Querschreiber Karl-Peter Schwarz, der an einen Wahlsieg des Präsidenten glaubt, betrachtet Trump aus einem anderen Blickwinkel. So habe er etwa seinen Vorgängern eine Sache voraus: Die Einsicht, „dass Amerika aufhören muss, die Rolle des Weltpolizisten zu spielen“. Sein Problem seien vor allem „die Besserwisser und Oberlehrer auf beiden Seiten des Atlantiks“, die ihm ein Image verpasst hätten, das nichts mit der Realität zu tun hat. Denn „mental gestört" sei Trump ganz sicher nicht.

(sk)

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