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Analyse

Die Statistik-Fallen der Corona-Pandemie

Warum hat Italien so viele Tote und China so wenige? Weshalb kommt Schweden so gut weg? Warum der internationale Vergleich von Infektionen und Toten so schwierig ist.

Wien. Es ist zu einem Ritual geworden: Jeden Tag gibt es neue Zahlen über die rasante Ausbreitung des Coronavirus und täglich verfolgen Menschen weltweit die stets zunehmende Verbreitungskurve. Mit mehr als 164.000 bestätigten Corona-Infektionen sind die USA zum neuen Corona-Hotspot geworden. Italien gilt mit knapp 11.600 Toten auf mehr als 101.700 Infektionen als eines der Länder mit der höchsten Mortalität. Demgegenüber weist China mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern vergleichsweise wenige Infizierte auf: 82.200.

Um die richtigen Methoden im Kampf gegen den neuartigen Erreger ist ein internationales Wettrennen, eine regelrechte Propagandaschlacht entbrannt. Wie aussagekräftig ist ein internationaler Vergleich überhaupt?

Eine Gegenüberstellung der Infektionsraten sei schwierig, sagt Heinz Burgmann, Leiter der Infektiologie am Wiener AKH der „Presse“. „Es kommt darauf an, wie viel getestet wird. Wird die Bevölkerung breit getestet oder nur Risikogruppen und Patienten, die schwere Infektionen haben?“ Mehr als 80 Prozent der Corona-Erkrankungen verlaufen mild oder sogar asymptomatisch. Sie scheinen in vielen Ländern nicht in der Statistik auf.