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Unkooperativ

Prinz Andrew soll von US-Justiz zu Aussage im Fall Epstein gezwungen werden

(c) imago images/AAP (RICHARD WAINWRIGHT via www.imago)
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Der 60-Jährige zeigte sich bisher unkooperativ. Nun wollen die US-Behörden mit einem Rechtshilfeabkommen mehr erreichen.

Reden ist Silber, schweigen ist Gold. Dieses Motto verfolgte Prinz Andrew bisher, wenn es um die Epstein-Affäre ging. Vor allem nach seinem TV-Auftritt, bei dem er zur Causa Stellung nahm und der ordentlich in die Hose ging, woraufhin er seine offiziellen Aufgaben auf unbestimmte Zeit niederlegte.

Das Schweigen sich nun aber ändern, wenn es nach den Behörden in den USA geht. Wie mehrere US-Medien berichten, soll ein Rechtshilfeabkommen an das britische Innenministerium gestellt worden sein. Damit soll Prinz Andrew quasi gezwungen werden, in den strafrechtlichen Ermittlungen gegen den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Zeuge auszusagen. Die Ermittler erhoffen sich von Prinz Andrew wichtige Hinweise. Laut ABC News sollen sich die Ermittlungen vor allem auf Ghislaine Maxwell, Epsteins ehemalige Freundin, konzentrieren.

Epstein soll minderjährige Mädchen und junge Frauen missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Prinz Andrew war lange Jahre - auch nach dessen Verurteilung als Sexualstraftäter - mit Epstein befreundet. Eines der Opfer sagt zudem aus, mit Prinz Andrew Sex gehabt zu haben, als diese erst 17 Jahre alt war. Er bestreitet die Vorwürfe.

Wie die "Daily Mail" nun wissen will, soll Prinz Andrew zum Gegenschlag ausholen und seine Sichtweise auf die Zusammenarbeit mit den US-Behörden erklären. Bisher lautet die offizielle Version, dass Prinz Andrew nicht mit den Behörden kooperiert hat, obwohl er dies im TV-Interview versprochen hat.

>>> „ABC News"

>>> „Daily Mail"

(chrile)