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Taktik

Wiens FPÖ-Chef Nepp schließt Kooperation mit Strache aus

Wiens FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp
Wiens FPÖ-Spitzenkandidat Dominik NeppAPA/HERBERT NEUBAUER
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Der blaue Spitzenkandidat gibt sich optimistisch für die Wien-Wahl. Überläufern von der FPÖ zur Liste HC richtet er aus: "Ich kann niemanden vor einem politischen Suizid bewahren."

Für die FPÖ fallen die aktuellen Prognosen für die Wien-Wahl am 11. Oktober ernüchternd aus. Mit seinem Amtsvorgänger Heinz-Christian Strache will Neo-Parteichef Dominik Nepp aber keinesfalls kooperieren. "Jeder ist froh, dass wir Ballast losgeworden sind, dass ich aufgeräumt habe“, sagte er am Donnerstag. Man könne nun "sorgenfrei und unbeschwert" in die Zukunft schauen.

"Wir werden noch viele überraschen", prophezeite Nepp, der im Mai 2019 nach Straches Rücktritt das Erbe des über die Ibiza-Affäre gestolperten Langzeit-Chefs angetreten hat. Man stehe schon bei zwölf Prozent bei den Umfragen, nachdem man bei fünf oder sechs Prozent gestartet sei. Ab welchem Stimmanteil die Wahl ein Erfolg werde, darauf wollte sich der nicht amtsführende Vizebürgermeister nicht festlegen. Wichtig sei nun, dass die "Wahlkampflokomotive" FPÖ Fahrt aufnehme.

Die FPÖ hat im Rathaus zuletzt jedoch auch Abgeordnete an das Team HC verloren. "Ich kann niemanden vor einem politischen Suizid bewahren, weder diese vier Mandatare, die zu ihm gegangen sind, noch Heinz-Christian Strache selbst", zeigte sich Nepp gelassen: "Was wir nur erkennen, ist, dass sich das Original immer durchsetzt, das ist die FPÖ."

Eine Stimme für Strache sei eine verlorene Stimme, da er die Hürde für den Einzug in den Landtag (5 Prozent, Anm.) nicht schaffen werde, mutmaßte der Wiener Chef-Blaue. Ob man im Wahlkampf Details aus der Spesenabrechnung Straches präsentieren werde? Nein, versicherte Nepp, hier gebe es ein Ermittlungsverfahren. "Wir haben eine Sonderprüfung gemacht und haben das der Polizei und den Behörden übermittelt."

 

(APA/Red.)