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Leitartikel

Was von Sebastian Kurz bleibt: Großer Rucksack und ein Talent

Sebastian Kurz
Sebastian Kurz ist zurückgetreten. In seinem Alter kann er spielend einen oder mehrere Lebensabschnitte neu beginnen.(c) REUTERS (LISI NIESNER)
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Der Rückzug von Sebastian Kurz könnte eine Zäsur für Österreich bedeuten: Die ÖVP könnte wieder als SPÖ-Juniorpartner oder in der Opposition enden.

Einen schwarzen Tag für die türkise ÖVP konstatiert Kollege Oliver Pink mit der ihm eigenen Doppeldeutigkeit. Tatsächlich verliert die ÖVP ihr größtes politisches Talent seit Dekaden. Sebastian Kurz lieferte sogar bei seiner Rücktrittspressekonferenz noch einmal sein rhetorisches Gespür und seine Professionalität: Ohne große Emotionen und selbstbewusst verabschiedete sich da der jüngste (Alt-)Kanzler, jüngste Staatssekretär und jüngste Minister mit der üblichen großzügig angelegten Erfolgsbilanz, in die er sogar die von der ÖVP lang bekämpfte CO2-Bepreisung aufnahm.

Mehr zum Thema im Podcast

Zu Gast ist Rainer Nowak. Er spricht mit Anna Wallner über den überraschenden oder doch nicht so überraschenden Total-Rückzug von Sebastian Kurz aus der Politik und den künftigen Kanzler Karl Nehammer.

Er bedankte sich bei Mentoren und Weggefährten, erklärte den Rücktritt ohne Larmoyanz mit dem Verlust an Arbeitsfreude durch Korruptionsvorwürfe und Ermittlungen gegen ihn, aber eben auch mit den jüngsten Vaterfreuden und dem Verzicht auf Privatleben in den vergangenen zehn Jahren. Tatsächlich wirkt die Rolle des aufopfernden Jungvaters noch nicht ganz echt, aber jeder, der Kinder hat, weiß: Es verändert tatsächlich alles.

Was also bleibt von der Ära des Sebastian Kurz?