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Pandemiemangement

Wallner fordert Neubewertung der Covid-Maßnahmen, Platter will Öffnung

Archivbild von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner.
Archivbild von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner.APA/ROLAND SCHLAGER
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Vorarlbergs Landeshauptmann „würde nicht so weiter machen wie bisher“ und ist für eine Änderung der Test- und Quarantänestrategie. Wallner und Platter wollen ein baldiges Bund-Länder-Treffen.

Vorarlbergs LH Markus Wallner, derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, und Tirols LH Günther Platter (beide ÖVP) machen in Sachen Corona Druck in Richtung weiterer Schritte zur Normalität. Wallner forderte am Dienstag eine Neubewertung der Corona-Situation und ein baldiges Bund-Länder-Treffen. Für letzteres plädierte auch Platter. Dabei soll eine "Bewertung der Omikron-Variante in Verbindung mit weiteren Öffnungsschritten" vorgenommen werden, so Platter zur Austria Presse Agentur.

Quarantäne- und Teststrategie "passen im Moment nicht mehr so gut zusammen", sagte Wallner im Interview mit ORF Radio Vorarlberg. Konkret forderte der Landeshauptmann eine Einschränkung des Testumfangs und stand auch für eine Verkürzung der Absonderungszeit ein. Ein baldiges Bund-Länder-Treffen sei notwendig.

„Nicht weitermachen wie bisher"

Eine Infektion mit der Omikron-Variante verlaufe sehr mild, nur wenige Patienten müssten ins Spital. "Es ist anders, als wir es aus der Vergangenheit kennen", sagte Wallner. Deshalb stelle sich - auch angesichts der Kosten - schon die Frage, wie man mit dem Testen weiter verfahre. "Jedenfalls würde ich nicht weitermachen wie bisher", so der Landeshauptmann. In seinen Augen wären Einschränkungen vorzunehmen. Das könne etwa bedeuten, nur noch symptomatische Personen oder bestimmte Berufsgruppen auf das Coronavirus zu testen. "Quer über die gesamte Republik dahin zu testen, das macht, glaube ich, wenig Sinn", stellte Wallner fest. Die Teststrategie im Gesamten müsse überarbeitet werden.

Ebenso gelte es, die Quarantänezeit von zehn Tagen zu verkürzen. Viele fragten sich, warum sie trotz des Ausbleibens aller Symptome zehn Tage abgesondert bleiben müssten. "Ich kann das nachvollziehen, wenn der Verlauf wirklich ein so milder ist und die Wirtschaft die Arbeitskräfte dringend benötigt", sagte Wallner.

Ein Bund-Länder-Treffen soll Frühling besprechen

Bei einem Bund-Länder-Treffen sollte nach Wallners Ansicht beantwortet werden, "wie wir in das Frühjahr hineinkommen, und wann kommen wir weiter in Richtung Lockerungen". Die spannendste Frage in der nächsten Zeit werde ohnehin sein: "Wann können wir das Ganze überhaupt auflösen?"

Es ergebe für ihn "Sinn", ein baldiges Bund-Länder-Treffen zu organisieren, stieß Platter unterdessen ins selbe Horn wie sein westlicher Amtskollege. Die von Tirols Landeshauptmann dabei urgierten Öffnungsschritte müssten "klar verständlich und gut vollziehbar sein." In puncto Teststrategie erinnerte Platter an seinen kürzlichen Vorstoß, als er ein "Überdenken" derselben gefordert habe: "Daran hat sich nichts geändert".

(APA)

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