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Faymanns Löffel-Suppe

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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So einen Klassenkampf zu inszenieren ist heutzutage gar nicht mehr so leicht, wie Faymann und Laura Rudas immer wieder feststellen müssen.

Glosse

So einen Klassenkampf zu inszenieren ist heutzutage gar nicht mehr so leicht, wie Werner Faymann und Laura Rudas immer wieder feststellen müssen. Da kommt Erste-Bank-Chef Treichl mit seiner Politikerkritik gerade recht.

Seine Meinung zu Basel III teilen zwar viele Experten, aber für die Bundes-SPÖ und ihre Botschaft – Banken und ihre Manager sind reich, arrogant und sollen büßen – ist sie zu kompliziert. Während Michael Häupl Treichl in der Sache recht gibt und differenziert, poltert Faymann: Die Banken sollten ihre Suppe doch bitte schön selbst auslöffeln.

Ist das der Mann, der stolz darauf ist, wie er (auch mittels Bankenhilfe) das Land durch die Finanzkrise manövriert hat? Der selbst eine Suppe im großen Teller hat? In der Schuldenkrise, hohe Steuerbelastung, das unfinanzierbare Pensionssystem, die marode ÖBB und steigende Gesundheitskosten schwimmen.

 

rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2011)