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2. Bezirk

Uschi Lichtenegger: Plötzlich Bezirksvorsteherin

Ursula Lichtenegger (Grüne) ist seit 2015 Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt.
Ursula Lichtenegger (Grüne) ist seit 2016 Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt.(c) Akos Burg
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Die Grüne Uschi Lichtenegger eroberte bei der letzten Wahl völlig überraschend den ersten Platz im zweiten Wiener Bezirk. Nun will die SPÖ Revanche für diese Niederlage.

Wien. Auf dem Papier sind die Positionen in der Leopoldstadt klar bezogen. Die Grünen fuhren 2016 (bei der Wahlwiederholung in der Leopoldstadt) genau 35,34 Prozent und Platz eins ein. Die SPÖ als zweitstärkste Partei lag mit 28,06 Prozent deutlich dahinter. Trotzdem dürfte die Leopoldstadt einer der spannendsten Bezirke bei der Wien-Wahl im Herbst werden – wenn es um die Bezirksvorsteher geht. Denn im zweiten Bezirk will die SPÖ eine Revanche für die herbe und völlig unerwartete Niederlage bei der letzten Bezirksvertretungswahl üben. Erstmals in der Geschichte Wiens erstrahlte der zweite Bezirk damals nicht mehr rot, sondern grün.

Die SPÖ hadert seitdem mit ihrem Schicksal. Denn es war die Wahlwiederholung in der Leopoldstadt, die der Bürgermeisterpartei unerwartet den Bezirksvorsteher-Posten gekostet hatte. Auslöser der Wahlwiederholung war eine erfolgreiche Anfechtung des Bezirkswahlergebnisses durch die FPÖ. Denn es gab (wieder einmal in Österreich) Probleme mit den Wahlkarten. Auch heuer ist dank der Wohnsitzdebatte von Heinz-Christian Strache bereits vor der Wahl eine Anfechtung nicht ganz ausgeschlossen.