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TV-Notiz

"Gute Nacht Österreich": Ist Peter Klien wirklich so böse?

Oft thematisiert, auch gestern ausführlich bei "Gute Nacht Österreich": Die Medienarbeit der ÖVP.
Oft thematisiert, auch gestern ausführlich bei "Gute Nacht Österreich": Die Medienarbeit der ÖVP.(c) Screenshot ORF
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Als rasender Reporter besuchte Peter Klien die SPÖ Wien. Über die Message Control der ÖVP referierte er in der gestrigen Sendung lange - mit uneindeutiger Wirkung.

"Ich sage es ehrlich: Ich habe Sie nicht gewählt", sagte Peter Klien zum Wiener Bürgermeister. Und überreichte ihm den Gastro-Gutschein mit den Worten: "Sie werden ihn wahrscheinlich zurückhaben wollen." Es war eine der wirklich gelungenen Pointen in der Show "Gute Nacht Österreich", die am Mittwochabend im ORF lief - und den Moderator auch wieder in seiner Rolle als Reporter ohne Grenzen zeigte.

Einer Unterhaltung von Klien mit Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (wer beherrscht die gepflegt-fadisierte Tonalität besser?) würde man gerne länger lauschen. Die Bemerkung "die Corona-Ampel ist ja ein bissl so wie die Politik: Rot bedeutet Stillstand" entlockte auch dem unbeeindruckbar wirkenden Stadtrat ein Lachen. Der EU-Abgeordneten Andreas Schieder verwickelte sich nolens volens in ein Frage-Antwort-Spiel ("Meine Antwort geht an Ihrer Frage einfach vorbei") und leitete damit zu einem anderen großen Thema der quotenmäßig mit sich selbst kämpfenden Late-Night-Show über: Der Medienarbeit der ÖVP, aka Message Control.

Die Türkisen bekamen das eigentliche Fett in der Sendung ab, eingespielt wurde etwa Kurz' bekannter Sager "Wir werden bald die Situation haben, dass jeder irgendjemanden kennt, der an Corona verstorben ist". Weiterzieher gibt es im Netz viele, die von Klien: "Heute kennt eher jeder einen insolventen Gastronomen oder eine hochqualifizierte arbeitslose Alleinerzieherin im Burnout." Mit der Nummer "Wir haben die Krise sehr gut gemeistert" könne sich die ÖVP für den Kabarettpreis bewerben, meinte Klien.